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Jetzt mal Klartext: Hardshell oder Softshell? 

Unbeständige Temperaturen, Wind und Regenwetter: so langsam aber sicher öffnet der Herbst seine Pforten. Und du überlegst dir gerade vielleicht, was du brauchst, damit dein Lieblingsoutdoorsport auch in der kühleren Jahreszeit mindestens genauso viel Spaß macht. Die gute Nachricht: es gibt mittlerweile wahnsinnig gute Softshell- und Hardshellprodukte, die dir hier dein Leben erleichtern. Wann du wozu greifen solltest und welche konkreten Produkte wir empfehlen, erfährst du hier.

AM 17.09.2021

Brücke Berge Outdoor Abenteuer
Foto von @intothefab Fabio Comparelli auf Unsplash

Der Herbst steht vor der Tür und so langsam musst du dich bei deinen Outdooraktivitäten wieder mehr auf Wind und Wetter einstellen. Auf der Suche nach der richtigen Kleidung fallen oft die Begriffe „Softshell“ und „Hardshell“. Und dennoch fehlt vielleicht manchmal eine klare Abgrenzung, wann du eher zur Softshell- und wann zur Hardshelljacke greifen solltest und welche Produkte im Speziellen die Richtigen für dein Vorhaben sind. Genau für diesen Zweck haben wir dir eine Übersicht mit den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen zusammengestellt. Und damit du nicht von dem Meer an Angeboten gänzlich überflutet wirst, geben wir dir unsere ganz persönlichen Produktempfehlungen mit auf den Weg.

Die Softshelljacke - Komfort bei anstrengenden, bewegungsintensiven Touren

Fokus: Atmungsaktivität & Beweglichkeit

Eines der entscheidensten Merkmale einer Softshelljacke ist ihre Atmungsaktivität. So kann Feuchtigkeit bzw. Schweiß aus der Jacke entweichen, dennoch schützt das Material vor Windauskühlung. Durch das hoch elastische Material profitiert die Jacke gleichzeitig von ungemeiner Bewegungsfreiheit und hohem Tragekomfort, was natürlich gerade für bewegungsintensive Touren oder Sportarten wie beispielsweise Klettern, Trailrunning oder Radfahren von Nutzen ist. Dabei gibt es verschiedene Abstufungen: Jacken mit Membran bzw. verschweißten Nähten sind vergleichsweise weniger atmungsaktiv, bieten dafür aber einen wasserdichteren Schutz. Genau andersherum verhält es sich mit Jacken ohne Membran: Sie bieten generell weniger Schutz vor Wind und Wetter, sind dafür atmungsaktiver, liegen so nicht so dick auf der Haut und sorgen für mehr Beweglichkeit. 


Wärme

Es gibt sogenannte wärmende Softshelljacken, die meist mit einer dünnen Fleeceschicht im Inneren ausgestattet sind und dich so auch bei kälteren Temperaturen warm halten.


Schutz vor Wind & Wetter

Je nach Typ (mit oder ohne Membran) schützt die Softshelljacke unterschiedlich gut vor Wind und Wetter. Es gibt lediglich wasserabweisende Jacken, aber auch wasserdichte Produkte. Ähnlich verhält es sich mit winddichten und windabweisenden Softshelljacken. Auf wirklich extreme Wetterbedingungen ist die Hardshelljacke aber tendenziell noch besser ausgelegt.


Anwendungstipps

Generell empfehlen wir die Wahl zur Softshelljacke, wenn du bei deinem Vorhaben nicht mit Extrembedingungen (starker Regen, Sturm, Gewitter) rechnest, gleichzeitig große Bewegungsfreiheit benötigst und eine fordernde Tour vorhast, bei der du schnell ins Schwitzen kommst.


Produktempfehlungen

Erst einmal vorweg: Es gibt mittlerweile wirklich viele tolle, funktionelle, oft auch nachhaltige Softshelljacken, die auf ihre ganz eigene Weise überzeugen. Um dir trotzdem aber ein paar gute Empfehlungen mit an die Hand zu geben, haben wir dir hier eine kleine Auswahl zusammengestellt:

Hardshelljacke Outdoor Wandern

Die Hardshelljacke - Dein treuer Begleiter bei Wind und Wetter

Fokus: Schutz vor Wind & Wetter

Bei der Hardshelljacke steht Wind- und Wetterschutz, insbesondere auch bei Extrembedingungen (Wind, Sturm, Gewitter, Kälte) im Vordergrund. Auch hier gibt es verschiedene Abstufungen: Generell gibt es 2-lagige Modelle, deren Außenseite aus wasserabweisenden Polyester- oder Polyamidfasern besteht. Die Innenseite ist aus einem weichen Mischgewebe aus Kunstfasern zusammengesetzt und schmiegt sich so kuschelig an den Körper. Dann gibt es 2,5-lagige Modelle, die zusätzlichen Schutz durch eine versiegelte Außenmembran gewährleisten. 3-lagige Modelle bieten einen besonders intensiven Wetter- und Kälteschutz, da hier Membran, Oberstoff und Innenfutter zu einer robusten Schicht laminiert sind. Sie profitieren so außerdem von einer besonders langen Lebensdauer. Allerdings sind sie nicht ganz so gut zu verstauen, wie die etwas leichteren, 2-lagigen Modelle. An dieser Stelle musst du abwägen, und abhängig von Wind und Wetter entscheiden, welche Eigenschaften dir wichtiger sind.


Atmungsaktivität, Beweglichkeit

Aufgrund seines sehr stabilen, wind- und wasserdichten Außenstoffs büßt die Jacke generell an Atmungsaktivität und gegebenenfalls auch an Beweglichkeit ein. Inwieweit das der Fall ist, hängt wiederum auch vom genauen Jackentyp (2-, 2,5- oder 3-lagig) ab.


Wärme

Durch die geringere Atmungsaktivität konserviert die Hardshelljacke die Wärme dafür umso besser. Dennoch empfiehlt es sich, unter der Jacke Fleece oder eine leichte Softshelljacke zu tragen, um einen rundum wärmenden Schutz herzustelllen.


Anwendungstipps

Wenn du für Extrembedingungen gewappnet sein willst und echten Wetterschutz benötigst, empfehlen wir dir den Griff zur Hardshell-Jacke.


Produktempfehlungen

Auch in puncto Hardshell-Jacken gibt es mittlerweile viele vielseitige, qualitativ äußerst hochwertige und meist sogar auch nachhaltige Modelle. Hier eine kleine Auswahl, die uns überzeugt:

Hardshell oder Softshell?

Für einen abschließenden Vergleich schauen wir uns doch einmal diese Tabelle genauer an...


Softshell Hardshell
Hauptziel Atmungsaktivität & Beweglichkeit Schutz bei Wind & Wetter
Atmungsaktivität Hoch Mittel bis Gering
Tragekomfort Hoch Mittel
Wasserdichtigkeit Wasserabweisend oder wasserdicht 100% wasserdicht
Windresistenz Mittel Hoch
Einsatz Bewegungsintensive,
fordernde Touren
Outdoorsport bei
Regen & Unwetter
Bei SportScheck Zum Angebot Zum Angebot
Jacke Frau Herbst Winter

Fazit & Tipps

Zusammenfassend können wir wohl mit gutem Gewissen sagen: Es gibt kein "Besser" oder "Schlechter". So kommt es vor allem auf die Art & Dauer deiner Tour und den Wetterfrosch an, ob Softshell oder Hardshell die bessere Wahl ist. Für bewegungsintensive, körperlich anstrengende Touren bei gutem oder zumindest nicht extrem schlechten Wetter greifst du so eher zur Softshelljacke – während die Hardshelljacke der perfekte Begleiter für extreme Wetterbedingungen wie Sturm, Wind und Kälte ist. Da die Hardshelljacke gerade bei kühleren Temperaturen oft nur als oberstes Layer verwendet wird, empfiehlt es sich auch, eine leichtere, wärmende Softshelljacke unter deiner Hardshell zu tragen – sofern du mit schlechterem Wetter rechnest oder einfach auf jedes Wetter vorbereitet sein möchtest. Du musst dich also nicht zwingend für eine entscheiden - sondern kannst sogar noch eine echte Win-Win Situation schaffen ;)



Du möchtest dir unsere Auswahl an Hardshell- und Softshelljacken einmal näher ansehen? Dann schau doch gerne bei uns im Shop vorbei. Happy Shopping!

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