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Layering: Die richtige Bekleidung fürs Wandern, Skifahren, Skitourengehen

Du fragst dich, wie du beim Outdoorsport bestmöglich warm bleibst und dich vor Wind & Wetter schützen kannst? Dann lass‘ dich einführen in das Wunder des Layerings! Wie du dich am besten in den Zwiebellook schälst und welche Besonderheiten es abhängig von der jeweiligen Sportart gibt, erfährst du hier.

AM 19.11.2021

Layering Skifahren Skijacke

Layering: Was ist's?

Unter Layering wird das allseits bekannte Zwiebelprinzip oder auch 3-Schichten-System verstanden. Dieses ermöglicht, dass du jederzeit deine Kleidung Temperatur und Anstrengungsgrad anpassen kannst, indem du einzelne Kleidungsschichten an- und wieder ausziehst. Es spendet also Wärme, sorgt außerdem für ein hervorragendes Feuchtigkeitsmanagement und schützt dich vor Wind und Wetter.

So sieht Layering in seinen Grundzügen aus, wie du es beispielsweise beim Wandern anwenden kannst:

1.  Schicht: Baselayer

Hier ziehst du atmungsaktive Funktionsunterwäsche an. Ihr „Job“ ist es, den Schweiß unmittelbar von der Haut nach draußen abzutransportieren. Deshalb sollte sie auch möglichst eng am Körper anliegen. Hierzu nimmst du entweder Materialien aus schnelltrocknender Kunstfaser wie Polyester oder Polyamid oder Baselayer aus Merinowolle, welche saugfähig und geruchsneutral ist. So kann dein Körper schnell die Temperatur regulieren und schützt dich so vor dem Auskühlen.

2.  Schicht: Midlayer oder Isolationsschicht

Die Isolationsschicht hat die Aufgabe, die Wärme deines Körpers zu speichern und dich so vor Kälte zu schützen. Je nach Außentemperatur kannst du hier entweder zu Fleece oder Softshell greifen; bei Kälte zu Daune oder Synthetikdaune wie Primaloft.
Bei besonders kalten Temperaturen kannst du hier auch mehrere Kleidungsschichten miteinander kombinieren – z.B. ein dünnes Fleece mit einer wärmeren Daune oder Primaloft.

3.  Schicht: Third Layer oder Wetterschicht

Diese Schicht benötigst du insbesondere, wenn du mit Wind und Wetter rechnest. Hier nimmst du am besten eine Hardshell- oder Regenjacke mit spezieller Membran, die einerseits vor Wetter schützt (wind- und wasserdicht) und andererseits atmungsaktive Eigenschaften aufweist. Hochwertige Softshelljacken erfüllen mittlerweile teils sogar auch diese Bedingungen. Bei gutem Wetter kannst du diese Schicht auch weglassen – aber denk dran: auf dem Gipfel herrscht oft beißend starker Wind; es macht also sicher Sinn, sie zumindest im Rucksack mitzuführen.

Layering Wandern Softshell Hardshell

Skitourengehen: Was gibt es hier zu beachten?

Beim Skitourengehen solltest du für verschiedene Temperaturen gewappnet sein. Denn unten ist es meist wärmer als oben; in Bewegung wird dir außerdem schnell warm werden. Wenn du oben aber die belohnte Pause machst, wird es durch das Trocknen des Schweißes und den Gipfelwind schnell eisig. Außerdem möchtest du für plötzliche Wetterumschwünge vorbereitet sein…

Zieh daher am besten, je nach Temperatur, 3-4 Schichten an, die du jederzeit auch ausziehen und mitnehmen kannst:


1.  Baselayer: Funktionsunterwäsche

Wie oben beschrieben, sollte die Funktionsunterwäsche eng anliegen und atmungsaktiv sein.


2.  Midlayer: leichte Fleece oder Softshelljacke

Gerade eine wind- und wasserabweisende Softshelljacke ist aufgrund ihrer atmungsaktiven Eigenschaften unter SkitourengeherInnen sehr beliebt. Bei nicht allzu kalten Temperaturen und guten Wetterbedingungen lässt sich diese auch gerne als äußerste Schicht tragen.


3.  Midlayer: Isolationsjacke (z.B. Daune oder Kunstfaser wie Primaloft)

Diese benötigst du bei klirrender Kälte. Achte aber gerade bei Daune darauf, dass diese nicht nass wird bzw. ziehe sie rechtzeitig aus, wenn du ins Schwitzen gerätst. Denn Daune trocknet sehr sehr langsam…


4.  Wetterschicht zum Schutz vor Wind und Schnee: Hardshelljacke

Diese solltest du auf jeden Fall mit im Gepäck haben zum Schutz vor möglichen Wettereinbrüchen. Achte hier aber darauf, dass die Hardshelljacke auch noch Atmungsaktivität aufweist, da diese Eigenschaft beim Skitourengehen besonders wichtig ist.



Tipp: Achte darauf, dass die Schichten, die du planst, abzulegen kompakt und leicht sind. Denn du wirst jedes Gewicht mit der Zeit spüren...


Untenrum eignet sich z.B. eine wasserabweisende Skitouren-Hose, welche Reißverschlüsse an der Außenseite hast, die du fast komplett öffnen kannst. Das ist bei sehr wechselhaften Temperaturen sehr praktisch. Bei eisiger Kälte kannst du auch hier noch Thermounterwäsche unten drunter tragen.

Layering Skitourengehen Fleece atmungsaktive Stoffe

Das gilt fürs Layering beim Skifahren

Beim Skifahren sieht das 3-Schichten-Prinzip wie folgt aus:


1.  Atmungsaktive Funktionsunterwäsche

Hier gibt es spezielle Skiunterwäsche, z.B. aus Merino, die die Feuchtigkeit bedingt durch anstrengende Abfahrten abtransportiert und dich zusätzlich wärmt, wenn du beispielsweise im Lift sitzt.


2.  Midlayer: Fleece, Futter oder nichts...

Hier kommt es ein bisschen auf die Temperatur an: Normal trägst du hier z.B. ein leichtes, wärmendes Fleece. Oft hat aber die nächste Schicht, deine Skijacke, dies schon integriert – dann brauchst du dies eventuell auch gar nicht. Auch bei sehr warmen Temperaturen kannst du diese Schicht auslassen; bei klirrender Kälte empfiehlt sich sogar eine leichte Daunen oder Synthetik Jacke – wenn deine Skijacke nicht auch schon ordentlich gefüttert ist...


3.   Skijacke

Als äußerste Schicht trägst du also eine Skijacke. Achte bei dieser darauf, dass sie winddicht ist, da du gerade im Sessellift oder oben am Berg starkem, eisigen Wind ausgesetzt sein kannst. Wenn du auch bei Niederschlag oder im Tiefschnee unterwegs bist, sollte deine Jacke auch unbedingt wasserdicht sein.


Eine Frage, die dir hier sicherlich auf der Zunge brennt, ist:

Warum benötige ich hier eine Skijacke und nicht beispielsweise die Hardshelljacke, wie oben beschrieben?


Dazu lässt sich sagen: Skijacken haben ein paar ausschlaggebende Vorteile und sind direkt aufs Skifahren ausgerichtet. Folgende Eigenschaften bringen sie mit:

  • Wie bereits erwähnt, manchmal ein integriertes Fleece oder Futter
  • Einen Schneefang, der verhindert, dass Schnee und Wind von unten in die Jacke kommen
  • Klettverschlüsse an den Ärmeln, die verhindern, dass Schnee eindringt und die für Skihandschuhe anpassbar sind
  • Ärmel-Manschetten, die verhindern, dass Schnee von den Ärmeln in die Jacke gelingt
  • Eine verstellbare Kapuze fürs Skifahren bei jedem Wetter
  • Spezielle Taschen/Fächer für Skipass, Wertgegenstände, LVS-Gerät oder Sonnenbrille
  • Belüftungsöffnungen mit Reißverschluss

Und auch für die untere Körperhälfe ist ein Layering-System sinnvoll: Bei Kälte kannst du eine lange Skiunterhose unter deine Skihose tragen.


Layering Skifahren Skijacke Zwiebelprinzip

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