Warum du im Herbst eine Sonnenaufgangswanderung machen solltest

Einmal im Leben sollte man das gemacht haben. Einmal mitten in der Nacht zur Wanderung aufbrechen, um die Sonne in den Bergen aufgehen zu sehen. Nur wer das schon mal erlebt hat, weiß wovon ich spreche, wenn ich sage: Der Moment, in dem die Sonne beginnt, die ersten Gipfel zum Glühen zu bringen, lässt dein Herz Freudensprünge machen.

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Sabrina entstanden.

Warum gerade ein Sonnenaufgang? Geht nicht auch ein Sonnenuntergang??

Natürlich sind auch Sonnenuntergänge wunderschön anzusehen und natürlich ist es angenehmer, auszuschlafen. Ich denke, die wenigsten sind Fans von kurzen Nächten und anschließender körperlicher Anstrengung. Trotzdem sage ich euch: Ein Sonnenaufgang ist ein unvergessliches Erlebnis und das frühe Aufstehen ist es spätestens in dem Moment wert, wenn sich die ersten Sonnenstrahlen zwischen den Gipfeln blicken lassen.

Die beste Zeit für Sonnenaufgangswanderungen sind Spätsommer und Herbst. Die Sonne geht dann nämlich wieder nach 6 Uhr auf. Im Hochsommer, wenn die Morgendämmerung bereits gegen 4Uhr beginnt, braucht man erst gar nicht schlafen gehen. Aber abgesehen vom Schlaffaktor: Im Herbst ist die Wahrscheinlichkeit für Nebel sehr hoch. Im Idealfall hat man Tiefnebel. Wisst ihr, wie schön es ist, wenn einem das Gefühl vermittelt wird, über den Wolken zu stehen? Wenn die Sonne die Nebeldecke einfärbt? Ein wunderschönes Naturspektakel. Muss man mal gesehen haben!

5 Tipps für die perfekte Sonnenaufgangswanderung

1.     Such dir eine Route, die du kennst

Eine bekannte Route geht sich im Dunklen viel leichter. Außerdem weißt du die exakte Gehzeit – es gibt nichts Ärgerlicheres, als bei einer Sonnenaufgangswanderung zu spät am Gipfel anzukommen und den Sonnenaufgang zu verpassen.

2.     Spätsommer oder Herbst

Die Sonne geht einfach ein wenig später auf und man hat die Chance auf wirklich grandiose Naturspektakel.

3.     Zur Morgendämmerung am Gipfel sein

Es gibt viele Apps oder Webseiten, die einem den genauen Zeitpunkt von Morgendämmerung und Sonnenaufgang mitteilen. Mein Tipp: Lieber den Zeitpunkt der Morgendämmerung anpeilen – die Dämmerung beginnt meistens eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang.

4.     Pack einen Mini Campingkocher für Kaffee ein

Ist zwar ziemlich Instagrammy (haha gibt es das Wort?), aber auch ziemlich lässig. Sich gemütlich mit einem Mini Campingkocher am Gipfel setzen, Kaffee kochen, auf den Sonnenaufgang warten und die Ruhe genießen... und glaubt mir, wenn ich euch sage, dass kein Kaffee so gut schmeckt wie der am Gipfel ;-).

5.     Wetterbericht lieber doppelt checken

Sonnenaufgang verpassen oder keinen Sonnenaufgang sehen... beides vermeidbar. Also lieber auch den Wetterbericht checken. Klare Nächte garantieren zwar keinen wolkenlosen Sonnenaufgang, aber sie machen ihn wahrscheinlicher als bewölkte Nächte. Bei vielen WetterApps, wie z.B. Bergfex Wetter, wird der genaue Zeitpunkt des Sonnenaufgangs angezeigt. Wer es noch genauer wissen will, ist mit der (mit 10,90 Euro leider recht teuren) App „PhotoPills“ bestens informiert. Abgesehen von den genauen Angaben zu Blue und Golden Hour sagt sei einem auch die optimalen Kameraeinstellungen – wer viel fotografiert investiert hier gut!

Alternativen zum Morgensport

Hier kommt die gute Nachricht für all jene, denen sich nur bei dem Gedanken an eine nächtliche Wanderung die Nackenhaare aufstellen: Man kann ja auch auf Hütten übernachten ;-) Das schmälert zwar zugegeben ein bisschen das Erlebnis, ABER ich ziehe so eine entschärfte Version auch gerne mal der nächtlichen Wanderung vor.

Eine weitere Möglichkeit sind Sonnenaufgangsfahrten mit den Bergbahnen. Viele Bergbahnen bieten solche Erlebnisse an. Einfach mal gezielt danach suchen.

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