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DRESS UP, CLEAN UP! SO PFLEGST DU DEINE OUTDOORKLEIDUNG RICHTIG

Schlamm, Schweiß und Schmutz machen sich auf deiner Outdoorkleidung breit? Nichts wie ab in die Waschmaschine! Aber nicht so schnell: Was es beim Waschen und Pflegen zu beachten gibt, damit Jacke und Hose ihre Funktionen beibehalten und dabei keine Membranen beschädigt werden, erfährst du jetzt.

Als hartgesottene/r OutdoorliebhaberIn und -sportlerIn kommen deine Klamotten schnell mal an ihre Grenzen: Spätestens nach der ersten Tour bei wechselhaftem Wetter machen sich Schlamm, Matsch und Schweiß auf Jacke und Hose breit. Und natürlich ist die Outdoorbekleidung auch dafür konzipiert, mal schmutzig zu werden - wäre es sonst ein echtes Outdoorerlebnis?

 

Dennoch ist die Membran beim Waschen sehr sensibel und so läuft die heißgeliebte Jacke oder Hose bei Falschbehandlung Gefahr, ihre atmungsaktiven, wärmenden oder wasserdichten Eigenschaften zu verlieren. Die gute Nachricht: Mit ein paar Kniffen, die wir dir jetzt verraten, schaffst du es aber auch gut, deine Outdoorkleidung wieder schnell und schonend sauber zu bekommen ...

 

OUTDOORBEKLEIDUNG PFLEGEN: DIE BASICS

Unabhängig vom Material solltest du im ersten Schritt immer erst einmal die Pflegeanleitung checken. So findest du nämlich heraus, ob dein spezifisches Produkt überhaupt waschmaschinen- oder trocknergeeignet ist und sparst dir die ein oder andere unliebsame Überraschung.

 

Das Kleidungsstück sollte außerdem nach links gedreht, die Reißverschlüsse zugemacht und die Taschen geleert werden.

 

Hartnäckige Flecken kannst du bereits im Vorhinein entfernen - zum Beispiel mit Gallseife oder Waschmittelkonzentrat. Welches Mittel du genau verwendest, hängt stark von der Art des Schmutzes ab; auf keinen Fall jedoch solltest du zum Fleckenentferner greifen. Gleichermaßen solltest du auf keinen Fall Weichspüler verwenden, da dieser die Poren verstopfen und die Membran beschädigen kann. Wenn nicht anders vermerkt, solltest du idealerweise auf ein spezielles Waschmittel für Outdoor- oder Funktionsbekleidung zurückgreifen, welches dafür sorgt, dass die Imprägnierungen und so die einzigartigen Funktionen des Kleidungsstücks erhalten bleiben. Mindestens solltest du jedoch Flüssig-, und keinesfalls Pulverwaschmittel verwenden.

 

Achte, wie auch bei deiner "normalen" Alltagsbekleidung, darauf, farblich aufeinander abgestimmt zu waschen.

 

Und jetzt schauen wir uns einmal die einzelnen Materialien genauer an.

Outdoorbekleidung Wanderkleidung Pflege

DAUNENJACKE

Die Daunenjacke hat durch ihre Bauschkraft eine unglaubliche Wärmepower, weswegen sie sich gerade bei eisigen Temperaturen zu einem unserer liebsten Begleiter draußen in der Natur macht. Da die Daune aber als Material sehr sensibel ist, solltest du sie nur waschen, wenn sie wirklich dreckig ist und dies unabdingbar ist.

Wenn deine Daunenjacke waschmaschinengeeignet ist, gibt es ein paar Dinge vor dem Waschgang zu beachten. Zu erst einmal benötigst du ein Daunenwaschmittel (alternativ geht auch Wollwaschmittel), eine Waschmaschine mit mindestens 6-7 kg Fassungsvermögen und einen Trockner. Ein kleiner Hack: alte Tennisbälle! Denn diese stellen sicher, dass sich die Daune nach Waschgang wieder entfalten und so ihre Wärmeleistung wiederherstellen kann. Aber mehr dazu gleich.

Vor dem Waschgang drehst du die Jacke auf links und stellst die Waschmaschine für den ersten Durchlauf auf 30 Grad mit maximal 400 Umdrehungen in der Minute ein. Anschließend gibst du das Waschmittel hinzu (Menge hängt von Herstellerangaben ab), gibst die Jacke in die Waschmaschine und drückst auf "Start". Let's go!

Nach Ende des Waschgangs startest du direkt mit dem 2. Durchlauf mit dem einzigen Unterschied, dass du diesmal kein Waschmittel hinzugibst.

Nach Ende des Durchgangs nimmst du die Jacke vorsichtig aus der Waschmaschine und steckst sie in den Trockner. Jetzt kommen die besagten Tennisbälle zum Einsatz: Hierzu nimmst du 2-3 Stück und wirfst sie zur Jacke in den Trockner, was dazu führt, dass die Daune ihre ursprüngliche Bauschkraft wiedererlangt - ein sehr wichtiger Step im Reinigungsprozess! Dann stellst du ein schonendes Programm ein und startest du den Trockner.

Nach dem 1. Trocken-Durchgang nimmst du die Jacke heraus und löst mögliche verklumpte Daumen mit den Händen. Dann steckst du die Jacke wieder zurück in den Trockner und startest den nächsten Durchgang. Bis die Jacke komplett trocken ist, kann es schon zwei oder drei Durchgänge dauern.

Schließlich nimmst du die Jacke aus dem Trockner, drehst sie wieder auf rechts, schüttelst sie gut durch und hängst sie per Kleiderbügel für zwei bis drei Tage an einen trockenen, warmen Ort, damit sich die Daunen wieder komplett aufbauschen können. Während dieser Zeit solltest du sie zwei bis dreimal pro Tag ausschütteln. Und dann sollte die Jacke wieder einwandfrei funktionieren und dich auf deinem nächsten Bergabenteuer wieder wohlig warm halten!



Weitere Tipps kannst du auch unserem Video entnehmen:

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HARDSHELLJACKE

Auch die Hardshelljacke solltest du nur dann waschen, wenn es wirklich nötig ist, denn jeder Waschgang stellt eine zusätzliche Beanspruchung für das Material dar. Und wie immer, solltest du auch hier zunächst die Pflegeanleitung deines Produktes checken. Jedoch gibt es auch hier ein paar allgemeine Tipps & Tricks:

 

GORE-TEX-MEMBRAN

Hardshelljacken mit Gore-Tex Membran kannst du, wenn nicht anderweitig vermerkt, bei 40 Grad in der Waschmaschine waschen. Sie sollten zweimal gewaschen und gut gespült werden. Verwende hier nur wenig Waschmittel, da sonst die Poren verstopft werden können. Du kannst sie an der frischen Luft oder im Trockner warm trocknen.

 

SYMPATEX

"Normales" Sympatex kann in der Waschmaschine bei 40 bis zu 60 Grad im Schonwaschgang gewaschen werden. Es gibt hier aber auch verschiedene, sensiblere Formen - also achte auf die Angaben des Herstellers.

 

POLARTEC NEO SHELL

Polartec solltest du nur bei 30 Grad in der Waschmaschine waschen. Auch hier sollte im Anschluss gut durchgespült werden, um Rückstände zu verhindern.

Kommen wir zur Imprägnierung: Damit das Material weiterhin geschützt bleibt und so seine wichtigen Funktionen entfalten kann, solltest du die Hardshelljacke im Anschluss bei niedriger Temperatur etwa 30 Minuten in den Trockner stecken. So wird die Imprägnierung in der Regel wiederhergestellt. Falls dies nicht klappt, musst du selbst, am besten mithilfe eines Imprägniersprays, nachimprägnieren. Die umweltfreundlichste Wahl ist hier ein Polyurethan-Imprägniermittel. Ob deine Jacke noch ausreichend imprägniert ist, stellst du ganz einfach fest, indem du Wassertropfen auf diese gibst. Wenn sie von der Jacke direkt abperlen, ohne ins Innere zu gelangen, erfüllt sie noch ihren Zweck und ist ausreichend imprägniert.

Outdoorkleidung Pflege Hardshell Softshell Wandern

SOFTSHELL

Die Softshelljacke oder -hose sollte im Handwäsche- oder Wollprogramm auf 30 Grad bei niedrigster Umdrehung oder ganz ohne Schleudergang gewaschen werden. Wichtig ist auch hier, dass die Maschine nicht zu voll beladen wird. Bei starker Verschmutzung bietet sich ein zweiter Waschgang an. Da die Kleidung durch die niedrige Schleuderstufe recht nass aus der Maschine kommt, hängst du sie zum Trocknen am besten an die frische Luft.

Zur Reaktivierung der Imprägnierung steckst du dein Softshellprodukt noch für eine kurze Zeit bei niedriger Temperatur in den Trockner.

 

FLEECE & MERINO

Fleece und Merinowolle sind äußerst pflegeleichte Materialien und lassen sich einfach waschen und wieder in ihren Originalzustand versetzen. Am besten hier ein normales Waschmittel oder ein Spezialwaschmittel für Aktivbekleidung verwenden; verzichte hier auf Wollwaschmittel sowie auf Weichspüler oder Ähnliches. Am besten du drehst die Klamotten vor dem Waschen auf links und wäschst sie bei 30 Grad im normalen Waschgang (Merinowolle kann sogar auch bei 40 Grad gewaschen werden).

Merinowolle sollte nicht im Trockner, sondern lieber luftgetrocknet werden.