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Zustiegsschuhe kaufen

Zustiegsschuhe oder Approachschuhe (engl. approach = sich nähern) sind leichte Halbschuhe für den Einstieg zum Klettergebiet und auf Klettersteigen. Sie sind gerade für den Weg zum Felsen konzipiert, also bevor man überhaupt anfängt zu bouldern oder zu klettern. Diese Schuhe bieten guten Halt, Schutz, Stabilität und sind zudem leicht, so dass sie beim Klettern am Klettergurt festgemacht werden können. Es sind einfach echte Alleskönner, die dir den Zustieg zum Fels erleichtern.

Beim Kauf von Zustiegsschuhen solltest du Folgendes beachten. Überlege, wozu du die Zustiegsschuhe brauchst und was sie erfüllen müssen. In welchem Gelände soll dein Approachschuh zum Einsatz kommen? Für ein paar hundert Meter zum Felseinstieg brauchst du keinen High-End-Schuh, für einen anspruchsvollen Klettersteig hingegen schon. Denn es kann unangenehm und sogar gefährlich sein, im unwegsamen Gelände die falschen Schuhe zu tragen. Welche Komponenten des Schuhs besonders wichtig sind, ließt du hier.

Eine griffige Sohle für besten Halt

Die Sohle der Zustiegsschuhe sorgt dank ihres Naturkautschukanteils für eine gute Bodenhaftung – egal ob auf trockenen, glatten oder rutschigen Untergründen. Dabei weist sie eine eher flache Sohlenstruktur auf, die bei manchen Modellen sogar wie kleine Saugnäpfe aussieht. Denn ein tiefes Profil würde auf felsigem Untergrund nicht genügend Halt geben, da es sich nicht in den Boden „verkeilen“ kann. Bei den Zustiegsschuhen ist die Spitze, also der vordere Teil des Schuhs, an der Sohle meist glatt. Das hilft nicht nur beim Klettern, sondern macht ihn auch zum perfekten Klettersteigschuhe.

Bei Approachschuhen solltest du auch auf die Biegsamkeit der Sohle achten. Eine geringe Biegsamkeit lässt den Fuß leicht abrollen und passt sich an den Untergrund besser an. Eine steife Sohle hingegen unterstützt den Fuß und man steht auf kleinen Tritten im Klettersteig viel entspannter. Die Innensohle der Zustiegsschuhe hat meist eine leichte Dämpfung, die den harten Untergrund etwas abfedert.

Fester Sitz von der Ferse bis zur Spitze

Die Schnürung weist bei Zustiegsschuhen eine Besonderheit auf: sie geht bis ganz nach vorne, damit der Schuh perfekt am eigenen Fuß angepasst werden kann. Zudem sind Zustiegsschuhe oft an der Spitze mit einer Gummikappe verstärkt. Viele verfügen auch über ein zusätzliches Fersenband, das zusätzliche Stabilität um den Fuß schafft, da es sich durch den Zug an den Schnürsenkeln fixiert. Auch das Obermaterial sorgt für einen festen Sitz. Denn es ist meist aus robustem Leder oder Synthetikmaterial. Vorteil der synthetischen Materialien ist, dass der Schuh trotz seiner Robustheit relativ leicht ist und sich optimal dem Fuß anpasst. Dass die meisten Zustiegsschuhe wasserdicht sind, schadet bei längeren Wegstrecken auch nicht.

Welche Größe brauche ich bei Zustiegsschuhen?

Auf gar keinen Fall dürfen Zustiegsschuhe zu eng getragen werden. Denn sie sollen auch bei einem längeren Zustieg nicht unbequem sein und zu Blasen oder schmerzhaften Zehen führen. Um die richtige Größe zu ermitteln, solltest du die Innensohlen des Schuhs herausnehmen und dich mit deinen Füßen drauf stellen. So siehst du sofort, ob dein Fuß übersteht und du lieber eine Größe größer wählen solltest. Wenn du die Zustiegsschuhe dann Probe trägst, sollten sie im Fersenbereich kein Spiel haben und richtig gut anliegen.

Die richtige Pflege

Gepflegte Schuhe halten länger, das ist auch bei Approachschuhen so. Sie lassen sich einfach mit einer Bürste und etwas Seifenlauge reinigen. Danach kann man sie je nach Material mit einer speziellen Schuhpflege imprägnieren. Auf silikonhaltige Pflegemittel solltest du allerdings verzichten, denn die machen die Gummiunmantelung spröde und damit wasserdurchlässig.