Ein mann in grauem T-Shirt steht in einer Kletterhalle und bereitet sich auf das Wettkampfklettern vor.

Wettkampfklettern – Die Besten an der Wand

Das Einprägen der Route, wichtigste Voraussetzung beim Leadklettern (Foto:iStockphoto.com/DOUGBERRY)

Sich mit den Besten zu messen, gegen die Schwierigkeiten der Kletterwand oder gegen die Zeit, das sind die Herausforderungen, die ein Wettkampfkletterer sucht. Es geht hier nicht mehr um ein Naturerlebnis, da das Wettkampfklettern fast ausschließlich an künstlichen Wänden in der Halle stattfindet.

Welche Disziplinen gibt es?

Das Wettkampfklettern unterteilt sich in drei verschieden Disziplinen, dem Lead- oder auch Schwierigkeitsklettern, dem und dem Speedklettern. Für alle Disziplinen werden auf nationaler und internationaler Ebene organisiert, hierzu zählen auch Weltcup und Weltmeisterschaften für Damen und Herren im Junioren wie Senioren Bereich. Der internationale Sportkletterverband (IFSC) kämpft seit Jahren darum, das Wettkampfklettern olympisch zu machen, mit guten Aussichten für die Sommerspiele 2020 in Tokio.

Wo liegen die Unterschiede und wer ist der Sieger?

Fangen wir beim Speed an, denn da geht es schlicht und einfach darum am schnellsten eine 10 bis 15 Meter hohe Speedroute im direkten Vergleich mit dem Kontrahenten zu bewältigen. Die technisch nicht all zu schweren Routen haben festgelegte Griffabfolgen, was offiziell anerkannte Rekorde ermöglicht. So liegt der deutsche Rekord bei den Herren über 10 Meter bei 5,66 Sekunden.
Eine Frau beim bouldern in einer Kletterhalle.

Bouldern – Wettkampfklettern auf Absprunghöhe

(Foto:iStockphoto.com/pick-uppath)

Ganz anders das Schwierigkeitsklettern, kurz LEAD. Hier gewinnt der, der am höchsten klettert. Dabei sind die Routen sturzfrei im Vorstieg zu besteigen, das bedeutet die Athleten haben fünf Minuten Zeit, um sich die Route einzuprägen. Im Gegensatz zum Boulder sind die Sportler an den bis zu 18 Meter hohen Wänden am Seil und müssen beim Klettern jede Zwischensicherung einhängen.
Der Sieger beim Bouldern ist der, der die meisten vorgegebenen Boulder mit den wenigsten Versuchen klettert, wobei der Athlet bekanntlich auf Absprunghöhe klettert und im Falle eines Sturzes durch ein geschützt wird.

Berühmt und berüchtigt

In Deutschland hat besonders Stefan Glowacz das Wettkampfklettern populär gemacht. Den mehrfachen Sieger des Rockmaster in Arco (Italien), dem vielleicht bekanntesten Kletterevent der Welt, findet ihr hier im Porträt.