Warum jetzt alle CrossFit lieben

Knallhartes Training und meist teure Mitgliedschaften – trotzdem strömen jetzt tausende Sportbegeisterte in die CrossFit Boxen. Was ist dran am CrossFit-Trend?
Sportliche junge Athleten beim CrossFit

Die klassische Sporteinheit im Fitnessstudio und das Training an den dortigen Geräten hat immer öfter ausgedient. Der neueste Fitnesstrend heißt CrossFit. Doch was steckt überhaupt dahinter und warum wird CrossFit immer beliebter?

Zunächst ein Blick auf die Geschichte. CrossFit entstand bereits im Jahr 1980 in den USA. Dort wurde das Programm vom ehemaligen Turner Greg Glassmann und seiner Exfrau Lauren Glassmann entwickelt. Der erste Fitnessraum für CrossFit, die sogenannte Box, wurde im Jahr 1995 eröffnet.  Im Laufe der Jahre haben verschiedene Experten zusätzliche sportartenspezifische Einheiten entwickelt und damit die Vielseitigkeit des Programms erweitert.

Unterschied zwischen CrossFit und Gerätetraining

Ein typisches CrossFit-Workout findet normalerweise in kleineren Gruppen unter der Aufsicht eines Trainers statt. Jedes Workout besteht aus verschiedenen Fitnessaspekten, die auf funktionellen Bewegungen und einer Durchführung mit hoher Intensität basieren.

Sportlicher Mann beim Rope Workout Crossfit

Anders als beim klassischen Fitnesstraining trainiert man bei CrossFit mit dem eigenen Körpergewicht oder freien Gewichten wie Langhanteln oder Medizinbällen. Das Ziel lautet nämlich nicht nur Muskelaufbau, sondern auch Förderung der Koordination sowie Geschwindigkeit, Kraft-Ausdauer und Schnellkraft zu verbessern.

So läuft eine Einheit im CrossFit ab

Der typische Ablauf einer Trainingseinheit im CrossFit startet mit einem Warm-Up. Anschließend folgt ein Fertigkeitstraining gepaart mit Kraftübungen, worauf ein abschließendes Hochintensitätstraining folgt. Dort kommt es zum sogenannten Workout of the day (WOD). Dieses besteht aus verschiedenen Übungen, die in mehreren Runden ausgeführt werden sollen. Das Ziel sollte entweder sein, möglichst viele Wiederholungen der einzelnen Aufgaben zu schaffen, oder möglichst viele Durchgänge innerhalb der vorgegebenen Zeit auszuführen.

Neben leichten Workouts mit nur geringer Anzahl von Wiederholungen gibt es auch ein sogenanntes Hero-Workout. Hierbei müssen die Teilnehmer eine Meile (circa 1,6 Kilometer) laufen, 100 Klimmzüge, 200 Liegestützen und 300 Kniebeugen auf Zeit absolvieren. Dies ist der große Vorteil von CrossFit, es sind in Sachen Trainingsintensität keine Grenzen gesetzt.

Junge Frau beim Tire Workout Crossfit

Die Vorteile von CrossFit

CrossFit-Kurse werden unter der Aufsicht von erfahrenen und geschulten Übungsleitern inzwischen in fast jeder größeren Stadt angeboten. Geeignet ist das Training auch für Einsteiger, unabhängig von Alter, Geschlecht und Fitnesslevel, da das Programm frei skalierbar ist.

Im Vergleich zum klassischen Gerätetraining wird beim CrossFit aber kein Unterschied zwischen Männern und Frauen gemacht. Schwere Gewichte, komplexe Bewegungen und intensive Belastungen sind für beide Geschlechter eine effektive Methode beim Fitness-Training. Ein dickes Plus erhält das CrossFit-Training außerdem für die sehr gute Betreung, denn anders als beim klassischen Gerätetraining trainiert man hier nicht allein.

Zudem ist auch die Abwechslung bei den verschiedenen Einheiten höher, als im normalen Fitnessstudio. Die Auswahl an Übungen mit dem eigenen Körpergewicht oder freien Gewichten ist deutlich vielseitiger, als im klassischen Gerätetraining.

Fitness Couple gibt High Five beim Crossfit

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