Team Alpecin im Trainingslager

Angekommen im Rennrad-Paradies: Traumhafte Straßen, perfektes Equipment!

Heute ist mein erster richtiger Rest-Day seit dem Trainingslager in Kaltern - und womit könnte man das besser feiern als mit Pizza? In Südtirol, wo ich letzte Woche mit meinen Teamkollegen vom Team Alpecin eine Woche verbringen durfte, war das Essen allerdings auch grandios. Das brauchten wir auch, denn wer eine gute Leistung abbringen möchte, der braucht auch genug Energie!

Unser Tagesablauf begann mit einer Runde Morgensport. Im Fokus standen in erster Linie Faszientraining, korrektes Stretching und Core Training. Alle Drei sind im Alltag eines erfolgreichen Sportlers essentiell - und wichtig, um bis ins Hohe Alter ganz vorne im Peloton mit dabei zu sein. Mir als Mannschafts-Küken fielen einige Übungen deutlich leichter als Anderen, dafür taten sich beim Core Training einige Defizite auf. Allerdings war es wirklich sehr hilfreich, meine Teamkollegen bei den Übungen zu beobachten. Hier konnte ich wichtige Lektionen für Zuhause mitnehmen! Beim Frühstück tauschten wir uns über das Wetter und die Strecken des Tages aus und füllten unsere Energiespeicher auf. Abfahrt war dann immer zwischen halb 10 und 11. Allerdings immer erst nach einem letzten technischen Check-Up der Bikes.

Das Training war wirklich vielseitig: vom Fahren in der Gruppe, fahrtechnischem Training bis hin zu knackigen und langen Berganstiegen war wirklich alles dabei. Mein tägliches Highlight war der Climb zurück zum Hotel. Viele der Zeiten, die hier aufgestellt wurden, kamen von früheren “Alpecinis”, wie wir uns liebevoll nennen. Zwar belege ich auf dem Segment nach wie vor “nur” den 4. Platz, allerdings waren meine Vorgängerinnen auch sehr stark! Mein persönliches Highlight war der Anstieg ab Lana und der Mendelpass. An beiden Tagen war ich in einer guten Kondition, das Wetter und die Straßen traumhaft und die Dynamik im Team einmalig. Der Mendelpass war übrigens mein erster Anstieg mit über 10 km und ganz ehrlich, unten am Berg hätte ich mir nicht gedacht, dass ich es da rauf schaffe. Ich fiel schnell zurück und bildete mit 2 Teamkollegen das Schlusslicht. Meine Taktik war, den Puls möglichst weit unten zu halten, was bei mir 170 Schläge die Minute sind. Nach einigen Höhenmetern merkte ich aber, dass da noch was drinnen war und setzte mich nach vorne von der Gruppe ab.

Berge klettere ich gerne allein hoch und so genoss ich die wundervollen Straßen und die Umgebung, die sich nach und nach von grün in weiß verwandelte. Unten hatte es 12 Grad, oben waren die Temperaturen knapp unter dem Nullpunkt. Irgendwann hatte ich es dann geschafft und holte sogar noch einen weiteren Teamkollegen ein. Auf dem Gipfel konnte ich wirklich nicht mehr aufhören zu strahlen! In einem kleinen Restaurant schnappte ich mir einen doppelten Espresso, zog mir meine warmen Sachen über und nun erwarteten mich 13 KM wundervollsten Abstiegs! Abends ging es dann nach einem Bad zur Teambesprechung und zum Dinner. Im Workshop zur Sporternährung hörte ich zum ersten Mal von Glykogen, Carb Loading etc. Außerdem hatte ich Zeit, mein Rad zu putzen, technische Feinheiten einzustellen und die Südtiroler Berge noch einmal auf eigene Faust zu entdecken!

Aus der Woche gehe ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge, schließlich sah ich meinen Freund, der mich seit meinem Beginn so unglaublich unterstützt und mit dem ich schon viele Kilometer im Sattel verbracht habe, wieder. Doch auch meine Teamkollegen, Trainer und Leute hinter den Kulissen, habe ich lieb gewonnen! Wer kann schon von sich behaupten, Tipps von einem olympischen Goldmedaillen-Sieger wie Mario Kummer bekommen zu haben? Bis bald! Eure Nora

Copyright Bilder: Henning Angerer

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