Radfahren im Winter: Darauf solltest du achten

Dein Rad muss im Winter kein Dasein im Keller fristen! Welche Ausstattung du jetzt brauchst und welche Tipps deine Winter-Ausfahrt zum puren Vergnügen machen.
Fahrradfahrer mit gelber Jacke

Bist du schon einmal mit dem Rad durch eine weiße Winterlandschaft gefahren? Wenn der Schnee unter den Reifen knirscht, sich der Atem bauscht und die Nase von der frischen Luft diese rosige Farbe bekommt. Winterradler lieben das – und den sportlichen Effekt des Radfahrens. Denn es macht fit, regt den Stoffwechsel an und stärkt das Immunsystem. Es gibt also keinen Grund, nicht auch im Winter auf zwei Rädern unterwegs zu sein. Hier kommen Tipps und Tricks fürs Radfahren bei Schnee, Eis und Kälte.

Die richtige Rad-Bekleidung im Winter

Brr… Wenn dir das beim Gedanken an Winter-Ausfahrten zuerst in den Sinn kommt, hast du womöglich noch nicht die passende Bekleidung gefunden. Wichtig ist, vor allem die Stellen zu schützen, an denen du schnell frierst – also Hände, Füße und den Kopf. Du braucht Radhandschuhe, warme Rad-Socken und eine Helmunterziehmütze. Damit dein Kopf trocken bleibt, kannst du außerdem einen Helmüberzug verwenden. Dank eines Halstuchs zieht keine kalte Luft in den Kragen. Zudem kannst du es als Kälteschutz vor den Mund ziehen. Radüberschuhe schützen deine Füße vor Auskühlen und Nässe.

Fahrradhose mit Reissverschluss
Unverzichtbar: Regenfeste Fahrradkleidung

Du solltest dir außerdem ein warmes Funktionsunterhemd, eine lange Fahrradhose und eine Rad-Winterjacke zulegen. Die richtige Bekleidung leitet Schweiß nach außen, die Kälte bleibt draußen. Idealerweise ist sie mit reflektierenden Elementen ausgestattet, damit du auch bei schlechten Lichtverhältnissen gut sichtbar bist. Übrigens macht es Sinn, auch bei wenig Licht eine Radbrille zu tragen. Sie schützt deine Augen vor Schnee und Luftzug. Wähle dann eine Brille mit klaren oder nur leicht getönten Gläsern, so hast du alles gut im Blick.

Die passende Ausstattung fürs Winter-Rad

Im Winter wird es früh dunkel, deswegen sind Vorder- und Rücklicht am Rad Pflicht. Fahrradbeleuchtungen mit Akku- oder Batteriebetrieb kannst du je nach Bedarf ein- und ausschalten. Auch Helm- oder Stirnlampen können die Sicht zusätzlich verbessern. Damit deine Rückseite vor Schneematsch verschont bleibt, sind Schutzbleche sinnvoll. Es gibt Modelle, die du mit nur einem Handgriff an- und wieder abmontieren kannst. Besondere Aufmerksamkeit benötigt im Winter auch die Bereifung deiner Spaßmaschine. Diese sollte ein griffiges Profil aufweisen. Wer unter extremen Bedingungen fährt, setzt auf Reifenmodelle mit Spikes. Im Idealfall besitzen deine Reifen Reflektoren an der Seitenwand.

Mann schiebt Rennrad
Die wichtigste Ausstattung im Winter: Beleuchtung am Fahrrad

Das beste Zusatz-Equipment im Winter

In der kalten Jahreszeit ist dein Rad durch Split besonders pannenanfällig. Deswegen solltest du die Standard-Ausrüstung für den Notfall auch jetzt immer dabeihaben. Dazu gehören ein Reifenheber, ein Ersatzschlauch und eine Mini-Pumpe. Außerdem empfiehlt es sich, für den Notfall stets Handy und Geld mitzunehmen. Wenn du gern mit dem Rad zur Arbeit fährst, kann ein wasserabweisender Rucksack sinnvoll sein.

Vor jeder Fahrt: Das gilt es zu beachten

Vor jeder Fahrt solltest du prüfen, ob dein Rad bereit ist für die Ausfahrt im Schnee(matsch). Teste zunächst, ob dein Licht funktioniert. Danach prüfst du die Bremsen und den Luftdruck. Im Winter kannst du den Druck bis zu dem auf dem Reifen angegebenen Mindestmaß reduzieren. Größere Auflagefläche heißt mehr Bodenhaftung – und das brauchst du jetzt.

Die perfekte Ernährung auf dem Rad im Winter

In der kalten Jahreszeit schwitzt man nicht? Von wegen! Selbst wenn Minusgrade herrschen, verbraucht dein Körper Flüssigkeit. Schließlich schwitzt du bei Bewegung. Deswegen solltest du immer Wasser oder ein Elektrolytgetränk in deiner Trinkflasche mitnehmen. Übrigens gibt es auch Thermosflaschen, die Tee einige Stunden warmhalten. Auch die Ernährung solltest du nicht unterschätzen, denn die Kälte zieht Energie. Plane vor einer Ausfahrt einen kohlenhydratreichen Snack ein und pack dir einen Energieriegel in die Trikottasche.

Fahrradfahrer in der Innenstadt

Der richtige Fahrstil im Winter

Damit du auf schneebedeckten Straßen nicht ins Schleudern kommst, solltest du deinen Fahrstil dem Wetter anpassen. Reduziere die Geschwindigkeit, rechne einen eventuell längeren Bremsweg ein und fahre möglichst ohne Treten und Bremsen in die Kurven, damit das Rad nicht ausbricht. Halte außerdem mehr Abstand zu anderen Verkehrsteilnehmern, da sie bei ungewohnter Witterung unvorhersehbares Verhalten an den Tag legen könnten.

Nach jeder Fahrt: Das ist jetzt wichtig

Feuchtigkeit und Streusalz setzen deinem Rad im Winter ganz schön zu. Deswegen ist die Pflege nach jeder Ausfahrt unbedingt erforderlich. Im Idealfall spülst du dein Rad mit klarem Wasser ohne Druck gründlich ab. Mit ein paar Spritzern Reiniger löst sich hartnäckiger Schmutz. Nachdem du dein Rad abgetrocknet hast, ölst du die Kette und schaltest die Kassette rauf- und runter, damit sich das Öl verteilt. Das schmiert und schützt vor Korrosion.

Radfahrerin der Dämmerung

Fazit: Winterradeln macht glücklich!

Gerade jetzt kommen wir nicht viel aus dem Haus. Und kaum anders als auf dem Rad gelingt es derzeit, an der frischen Luft mal eine andere Gegend zu erkunden als den eigenen Kiez. Außerdem wirst du fit und tust etwas für deine Gesundheit. Und modernes Equipment sorgt dafür, dass du dabei nicht fröstelst und sicher ans Ziel kommst.

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