Ladies Trip mit dem MTB durch die Brenta

3 Mädels, 3 Bikes, 4 Tage und 6000 Höhenmeter auf 175 km.
mtb tour brenta

Sandra, Sylvia & Brigitte sitzen normalerweise in unser Zentrale am Schreibtisch. Im Frühjahr kamen die drei leidenschaftlichen Bikerladies auf die Idee, die Brenta-Dolomiten mit dem MTB zu umrunden. Das haben sie dabei erlebt: Brigitte: Nach vielen Cappuccini & Doodle Runden wurde endlich ein Termin fixiert. Als Sandra uns die Tourdaten präsentierte, wurde uns zweien ganz anders. Tag 1 2.000 Hm!!! Wir sind aus allen Wolken gefallen. Die nächsten Tage klangen auch nicht entspannter. Zu spät, es gab kein Zurück mehr - wir hatten bereits fest zugesagt. Daraufhin wurde trainiert. Mehrmals nach dem Büro aufs Rotwandhaus, Wallberg, am Wochenende Karwendelrunde, Hohe Kiste ….. Der Termin rückte immer näher. Der Rucksack wurde mehrmals probegepackt, bis wir endlich auf 6 kg runter kamen. Für‘s Beautycase war definiert kein Platz mehr. An einem Mittwoch Ende August ging‘s los. Direkt vom Büro Richtung Italien.

1. Etappe: Spormaggiore – Rifugio Peller – 2.100 Hm – 50 km

Sylvia: Nach dem Frühstück sind wir voll motiviert bei schönstem Wetter gestartet. Der Vormittag war sehr entspannt, es ging bergauf und bergab immer an den Apfelplantagen entlang. Nach der Mittagspause in Tuenno wurde es aber richtig ernst, 1.300 knackige Höhenmeter am Stück in der prallen Sonne. Wir waren die totalen Exoten, drei Frauen mit Bikes ohne Motor! Um 19:00 haben wir endlich unser Tagesziel das „Rifugio Peller“ (2.022 m) erreicht – ein schönes Gefühl :-)  

2. Etappe: Rifugio Peller – Rifugio Graffer – 1.843 Hm – 42 km

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Brigitte: Wir starteten wieder bei traumhaftem Wetter mit einer rasanten und anspruchsvollen Abfahrt, ca. 1.500 Höhenmeter - mega! Die zum Teil dicht mit Laub bedeckten Waldwege forderten blindes Vertrauen. Nachdem auch unsere zweite Übernachtung auf über 2.000 m lag, war uns sehr schnell klar wie der restliche Tag verlaufen wird. Die Obstplantagen haben wir hinter uns gelassen, es wurde alpiner. Unsere geplante Mittagspause in der „Malga Montifra“ war uns nicht vergönnt. Wir kamen zu spät, das Hüttenpersonal saß gemütlich bei Pizza & Vino zusammen. Es war wie im falschen Film. Wir wurden weiter geschickt, noch weitere 30 Minuten bergauf zur „Malga Montagnoli“.

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Nach der Pause ging es noch einmal richtig ans Eingemachte. Es waren einige Rampen und Höhenmeter zu bewältigen bis wir endlich am „Rifugio Graffer“ (2.261 m) ankamen. Die Hütte befindet sich inmitten des Skigebietes von Madonna di Campiglio. Die Anstrengung hat sich gelohnt, wir waren auf Augenhöhe mit der Brenta-Gruppe.

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3. Etappe: Rifugio Graffer – Stenico - 893 Hm – 43 km

Heute stand ein entspannter Tag auf dem Programm. Umgeben vom Brenta Massiv hatten wir wieder eine Wahnsinns Abfahrt Richtung Madonna di Campiglio. Bremsen auf und los! Es war einfach nur traumhaft, die Morgenstimmung am Berg, die Ruhe (außer dem Gebimmel der Kuhglocken) und die tollen Ausblicke. Wir waren ständig am Fotografieren. Mittagspause war dieses Mal an einem idyllischen Bergsee Lago di Valagola. Dort haben wir uns den leckeren Kuchen vom „Rifugio Graffer“ schmecken lassen :-)

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Nach der Pause mussten wir sehr bald wieder absteigen, der Weg war nicht fahrbar – ca. 200 Höhenmeter schieben/tragen. Es ging über einen schmalen Wanderpfad und vielen Wurzeln bergauf. Hier trafen wir zum ersten Mal auf andere Biker, ein Truppe Jungs auf Alpencross mit Ziel Gardasee. Auch die Jungs waren erstaunt über unsere gute „Performance“ :-) und haben ebenfalls geschoben. Nach der Schiebestrecke gab es eine kleine Verschnaufpause. Vom Passo de Gotro (1.868 m) ging’s dann nur noch das Val Algone Tal runter bis Stenico. Vorbei an Wiesen, Almen und Scheunen. 1.200 Höhenmeter nur bergab. In Stenico, kurz vor unserem Hotel belohnten wir uns mit einem großen Glas „Sprizz“ :-)

4. Etappe: Stenico – Spormaggiore – 1.094 Hm – 37 km

Nach einer heftigen Gewitternacht ging es auf die letzte Etappe. Die Sonne kämpfte sich noch durch die Wolken und wir genossen die kühle Morgenluft. Auf unserem Weg passierten wir einige kleine schmucke Dörfchen, wo gefühlt die Zeit stehen geblieben ist. Es war ein entspannter Sonntagmorgen ;-) Und plötzlich hatten wir auch schon den türkisleuchtenden Molvenosee vor uns. Wir konnten es gar nicht erwarten endlich in den See zu springen.

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Nach einem kleinen Mittagessen war es dann auch so weit, wir gönnten uns 2 Stunden Badespaß. Von Molveno nach Andalo stieg es nochmal gut an, dann rollte es auf einsamen Trails nach Spormaggiore, dem Einstieg ins Val di Sole. Durch die vielen Trail-Abschnitte und die unzähligen Auf- und Abfahrten war uns gar nicht bewusst, dass wir 4 Tage schön im Kreis gefahren sind. Um 17:00 saßen wir überglücklich, jeder mit einem großen Eisbecher auf der Hotelterrasse und konnten es noch nicht glauben was wir geleistet haben.

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Es waren traumhafte 4 Tage bei perfektem Wetter und einer Wahnsinns Kulisse. Das ganze Gebiet präsentierte sich viel ruhiger und nicht so überlaufen wie z.B. die Region um den Gardasee. Wir hatten keine Pannen, keine schlimmen Stürze und auch keinen Zickenalarm ;-) Die Beschilderung der Brenta-Runde ist vorbildlich. Es stehen nicht nur Schilder an Kreuzungen und Abzweigungen, es sind auch auf jeder Markierung die Entfernung und die Höhenmeter bergauf zum nächsten markanten Punkt der Route angegeben. In Verbindung mit der offiziellen Dolomiti-Brenta-Bike-Karte weiß man immer, wo man sich befindet und was vor einem liegt. Diese Tour kann organisiert oder auf eigene Planung befahren werden. Man kann auch Gesamtpakete bei Dolomiti Brenta Bike buchen. Auch ein Gepäcktransport ist möglich (ca. € 15 pro Tag/Person) Mehr Infos zur Tour gibt's hier

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