Westaustralien - Ein echter Adventure-Trip

Hi, mein Name ist Friederike und ihr kennt mich vielleicht schon aus einigen sehr abenteuerlustigen Beiträgen hier bei SportScheck oder stöbert ab und an durch meinen bunten wie wagemutigen Reise- und Lifestyle Blog Freiseindesign.

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Heute möchte ich euch über eine der besten Reiseerfahrungen meines Lebens berichten: Unseren 2 monatigen Roadtrip durch Westaustralien! Im Gegensatz zu der sehr bekannten und viel bereisten Ostküste dieses grandiosen Kontinentes ist Western Australia noch ein echter Geheimtipp. Nur rund 40,000 Besucher aus Deutschland wagen sich bisher jährlich in diese weiten, abenteuerlichen Landstriche, die wirklich jedes Roadtripherz zum energischen Klopfen bringen. Und das liegt sowohl an der unglaublichen naturellen Vielfalt, die von weißen Sandstränden, glutroten Canyons und Schluchten, über Urwälder und Salzseen reicht, als auch an der Gelassenheit und Gastfreundlichkeit von Land und Leuten!

Westaustralien ist ungefähr 7-mal so groß wie Deutschland und gehört damit zu den größten Staaten der Welt. Kein Wunder also, dass es sich lohnt, für die Erkundung dieses Giganten gehörig Zeit einzuplanen, denn umso weiter ihr ins Land vordringt, umso überraschter und verzauberter werdet ihr von den noch fast unberührten Strände, einzigartigen Felsformationen, den hochaufragenden Eukalyptuswäldern und den abgeschieden gelegenen Wasserfällen sein. Westaustralien ist ein authentisches und noch unberührtes Australien, welches definitiv noch nicht überlaufen ist. Mein Mann Tobias und ich haben hier zwei wunderschöne Monate mit unvergesslichen Erlebnissen zugebracht und uns zeitweise wie echte Abenteurer gefühlt, als wir mit unserem Mietwagen am gefühlt entlegensten Punkt der Welt, zu dem schönsten Naturcampingplatz aller Zeiten versucht haben vorzudringen.

Wenn euch im Urlaub das besondere Erlebnis ruft, ihr den Wunsch habt, unabhängig und individuell selbst mit einem Camper oder Mietwagen loszuziehen, dann sattelt eure Hühner und nix wie los nach Westaustralien! Ihr werdet mehr finden, als ihr je gesucht habt! Denn wer bei Australien nur an den roten Sand des Outbacks und glühende Hitze denkt, täuscht sich gewaltig. Dank seiner zwei Klimazonen – mit der tropischen Regen- und Trockenzeiten im Norden und dem mediterranen Klima im Süden – ist Westaustralien nämlich das ganze Jahr über ein perfektes Reiseziel!

Die westaustralische Hauptstadt Perth - Hier tummelt sich das Leben

Die westaustralische Metropole Perth ist nicht nur Australiens sonnigste Hauptstadt, sondern auch die Stadt Australiens, die am schnellsten von Deutschland aus zu erreichen ist. Mit der Qatar Airways trennen euch beispielsweise nur etwa 17 Flugstunden von Frankfurt am Main - und damit von einem grandiosen Urlaub. Damit ist Perth, die Europa am nächsten gelegene australische Stadt und auch der perfekte Ausgangsort für eure Westaustralien Reise.

Jedoch solltet ihr hier gerne ein, zwei Tage einplanen, denn Perth ist mit seinen bunt gestalteten Straßen, den riesigen Parks, den leckeren Restaurants und Märkten sowie einer bunten Kunst- und Barszene mehr als eine Reise wert! Ihr könnt sowohl im Designhotel, als auch in abgefahrenen Hotels, wie einem umfunktionierten Gefängnis in Fremantle, nächtigen, am Elisabeth Quay flanieren und die Skyline der Stadt bewundern und eines der besten #brekkis aller Zeiten genießen, nachdem ihr zum Tagesstart ein paar Wellen abgeritten habt!

Ihr merkt schon, mein Herz klopft für Perth! Und das nicht ohne Grund, denn während unserer langen Reise, haben wir hier insgesamt 4 Tage verbracht, ohne des Staunens und Guckens müde zu werden. Perth pulsiert, es ist modern, macht Spaß, lädt ein und ist dabei grün und dynamisch! Streetart findet hier genauso seinen Platz, wie ein kleines Chinatown, Freilichtkinos, Eiscremebars, die bis spät in die Nacht öffnen und vieles mehr! Selbstgemachte Supersmoothies wollen probiert und Pancakes verspeist werden! Wenn ihr euch entschließt Western Australien zu erkunden, startet genau hier und am besten auch jetzt! Denn ich finde, ich bin überzeugend genug, alle Zweifel beiseite zu fegen!

Die am häufigsten genannten Vorbehalte gegen einen Australien-Urlaub sind, dass es zu weit entfernt wäre, man selbst nicht genug Zeit mitbringen könne und die Kosten ja gewiss auch ins Unermessliche stiegen. Nun, ich würde sagen, Argument Nummer eins ist bereits entkräftet und mit einer schnellen Verbindungen, sowie den aktuell günstigen Ticketpreisen, steht euch an und für sich nichts mehr im Weg! Klar, müssen es auch nicht zwei Monate sein, denn mit einer wohl geplanten Reiseroute könnt ihr beispielsweise schon in zwei Wochen den Norden oder Süden des Landes bestens erkunden! Tipps dafür erhaltet ihr natürlich von mir!

Die Nordroute: Von der Coral Coast bis nach Karijini

Wenn euch der Sinn nach Abgeschiedenheit, unberührter Natur und auch zahlreichen Outdooraktivitäten wie beispielsweise Wandern, Surfen, Schnorcheln, Schwimmen mit Walhaien, Campen, Kayaktouren mit Aboriginal Guides oder vielem mehr steht, dann führt euer Weg in den Norden Westaustraliens!

Am Shell Beach könnt ihr euch beispielsweise, was das Stand Up paddeln und Schwimmen angeht, so richtig austoben! Umgeben von Milliarden von Muscheln solltet ihr aber unbedingt zwei Dinge dabei haben: Eure Sonnenbrille und eine Sonnencreme mit extrem hohem Lichtschutzfaktor! Ich sag nur Learning by Doing! Das Besondere bei einem Roadtrip durch den Norden von Westaustralien ist, ihr könnt an sich nichts falsch machen und euch auch nicht verfahren, da es sehr wenige Straßen gibt. Daher ist es relativ einfach und sehr sicher sich hier zurecht zu finden. Eine Karte oder ein gutes Navi an Bord reichen definitiv aus, um euch sicheren Reifens voran zu bringen.

Beachtet jedoch die Temperaturen. Es kann gerade im Auto, auf den langen Distanzen heiß werden, also versorgt euch und auch euer Reisemobil regelmäßig mit genügen Flüssigkeit! Nehmt auch die Warnhinweise von Einheimischen und Leihwagenfirmen ernst, nur tagsüber zu fahren, denn des Nachts hoppelt und tippelt es gehörig auf den Straßen! Je nach Lust und Laune könnt ihr in Hotels, Apartments oder Strandbungalows leben. Außerdem stehen euch unzählige größere Campingplätze, die voll ausgestattet sind, zur Verfügung, sowie eine Vielzahl an Naturcampingplätzen in den Nationalparks. Besorgt euch hier am besten ein Touristenticket, welches ihr vorne in eurem Wagen platziert und spart so die einzelnen Eintritte für die jeweiligen Parks. Wirklich jeder Ort hat eine ausgezeichnete Touristen Information (Visitor Center), in der man euch mit Infos und Kartenmaterial sowie guten Tipps für romantische Barbequeplätze versorgt. Und auch die Parks- and Wildlife Büros lohnen sich zu erkunden, denn hier erfahrt ihr alles über die Natur, in der ihr euch bewegt und die Tiere, die darin leben! Und das sind wirklich eine Menge, auch wenn man es auf den ersten Blick gar nicht vermuten würde!

Entlang der Route nach Norden solltet ihr unbedingt im Kalbarri National Park Halt machen und hier auf Wanderschaft gehen, um das Natural Window zu erforschen. Oder ihr schnappt euch euren Lieblingsmenschen sowie Kanu und Paddel und macht euch auf, zwischen den roten Gesteinsformationen der Ewigkeit euer ganz eigenes Glück zu suchen! Kleiner Tipp von mir, habt am besten ein Fliegennetz für euren Kopf und einen Powerbar für euren Magen dabei, es könnte herausfordernder werden, als ihr denkt!

Für Wagemutige und Fans von ganz besonderen Aussichten, empfehle ich unbedingt einen Rundflug über die Coral Coast! Von Denham aus, lassen sich die einstündigen Flüge bequem mit mehreren Personen unternehmen. Und es lohnt sich so was von! Mich haben nicht nur die unendlichen Blautöne des Meeres zum freudigen Quietschen gebracht, sondern auch eine Walfamilie, die sich unter uns spielend vergnügt hat! So was vergisst man sein ganzes Leben lang nicht mehr! Und wo wir schon bei den Freuden und Freunden des kühlen Nass sind, rate ich euch, auch einen Abstecher nach Monkey Mia zu wagen. In Strandnähe des Resorts tummeln sich regelmäßig sehr neugierige Delphine!

Eines meiner absoluten Highlights der Shark Bay ist der Francois Peron National Park, der mit einem sehr zuverlässigen 4 Radantrieb, wie einem RED SANDS CAMPERS oder einer geführten Tagestour erkundet werden kann. Niemals in meinem ganzen Leben habe ich solche Farben erlebt, gefühlt, gesehen, schier geschmeckt und gerochen wie hier. Die Intensität dieses Nationalparks ist ergreifend und wenn ihr die Möglichkeit habt, kommt unbedingt hierher! Wir haben Mutterhaie mit ihrem Nachwuchs spielen sehen, Seekühe beim Grasen beobachtet und die Wege von so manch verträumter Echse und Schlange gekreuzt. Wer es wild liebt, wird sich hier definitiv wohl fühlen!

So richtig selbst auf Tuchfühlung mit der Natur könnt ihr außerdem weiter nördlich beim Ningaloo Reef gehen. Hier könnt ihr nicht nur wundercool Campen und eine lang vergessene, abseits liegende, sandige Nordstraße erkunden, sondern auch mit Walhaien und Rochen auf Schnorcheltour gehen. Und wem das nicht genug ist, der düse am besten mit dem Quad und einem der das Monster bedienen kann, auch gleich noch die nächstgelegenen Hänge hinab! Und als ob das alles nicht genug wäre, wird euch zum Ende des Tages die Sonne liebkosen und auf ihre ganz eigene, unvergessliche Weise verabschieden.

Doch das ist längst noch nicht alles was euch im Norden von Westaustralien erwartet! Entlang der Straßen könnt ihr unzählige Kängurus und Papageienarten beobachten! Wir selbst sind regelrecht auf Fotosafari gegangen und haben gefühlte 50 unterschiedliche Kleintierarten und Vögel dabei bildlich festhalten können!

Und auch die Kulinarik lässt am Meer nichts zu wünschen übrig. Es gibt alles was das Herz begehrt, von Surf and Turf, bis hin zu Muscheln, Austern, Red Snappern und der Menge mehr Fisch, wird euch das Wasser im Munde zusammen laufen!

Na, habt ihr jetzt schon Lust auf Western Australia?

Ich schon, am liebsten würde ich direkt wieder los! Doch bevor ich zum Ende der Nordroute komme, möchte ich euch noch von einem meiner Highlights berichten, der Karijini National Park! Weil ich diesen Ort so magisch und unbeschreiblich cool fand, habe ich nur darüber einen ganz eigenen Beitrag verfasst!

Denn hier gibt es, mitten im Land, nichts, was es nicht gibt! Ihr könnt in heimlichen Oasen baden, Wasserfälle bestaunen oder euch im Karijini Eco Retreat das außergewöhnlichste Nachtlager bereiten, was Glamping wohl zu bieten hat!

Und am Tag? Da heißt es Leinen los und rein in die kalten Fluten! Ganz Mutige können hier mit einem Guide und guter Tourenausrüstung in die Geheimnisse der Jahrtausende alten Schluchten eintauchen.

Na, habt ihr schon gebucht? Wenn nicht, lasst mich euch abschließend eines meiner Lieblingsbilder der Pinnacles zeigen, die euch auf dem Rückweg eures Nordrouten-Abenteuers begegnen werden. Diese versteinerten Baumrümpfe bieten tags und auch nachts ein beeindruckendes Naturschauspiel und liegen zwischen Meer, Dünen und der grünen Tundra herrlich idyllisch. Hier tummelt sich so manch munteres Känguru!

Ihr schafft all die beschriebenen Stationen tatsächlich innerhalb von 2 Wochen, ohne euch dabei stressen zu müssen. Wer allerdings noch ein bisschen mehr Zeit im Gepäck hat, oder gar auf Wein, Baum und unendliche weiße Sandstrände steht, dem möchte ich auch die südliche Runde durch Western Australia noch ans Herz legen. Auch für diese Strecke eignet Perth sich perfekt als Start- und Zielpunkt!

Die Südwest Route - Von Kalgoorlie bis zur Lucky Bay und ab in den Urwald

Wenn ihr von Perth aus Richtung Westen fahrt, heißt euer Ziel Kalgoorlie. Doch bis ihr diese Minenstadt erreicht, werdet ihr so einiges erleben! Vorbei am Waverock und unzähligen kleinen Wäldchen, führt euch euer Weg durch die Kornkammern Westaustralien. Ich hab mich ein wenig gefühlt, wie im Zauberer von Oz und war mega überrascht, wie unterschiedlich sich dieser Staat präsentiert. Kleine Farmen säumen den Weg genauso wie riesige Rinderzuchten. Es ist total spannend anzusehen.

Und nachdem Tobias und ich uns mit unserem RED SANDS CAMPERS einige Tage lang auch mal querfeldein mit Hilfe unseres Kartenmateriales durch die grüne Wildnis geschlagen hatten, erreichten wir schließlich die kleine, im Westernstyle daher kommende Minenstadt Kalgoorlie. Sie ist der ideale Platz um ein Käffchen zu trinken und die Wassereserven aufzufüllen, bevor ihr euch zum High Light der Region, Lake Ballard aufmacht! Der Lake Ballard ist ein riesiger Salzsee und gehört schon zum Golden Outback Australiens. Folgt hier unbedingt den Trinkempfehlungen auf den Schildern und plant für einen mehrstündigen Spaziergang nicht weniger als 5 bis 6 Liter Wasser pro Person ein! Es klingt unsagbar viel, aber ihr werdet es brauchen! Genauso wie einen Sonnenhut und eine Kamera! Denn es macht einfach nur Freude über den See zu spazieren, da er mit den verschiedensten Statuen geschmückt ist.

Wir haben es nicht geschafft jede einzelne zu besuchen, dafür war unser Wasservorrat immer noch zu klein und die Hitze irgendwann zu unerträglich, obwohl wir unsere kleine Expedition morgens um 7 Uhr gestartet haben! Wem derlei Aktivitäten zu salzig sind, der genieße das Grün der Route, die vom Lake Ballard direkt in den Süden, wieder zur Küste führt! Es wird hügelig, dicht bewaldet und damit schattig und wunderschön!

Nichtsdestotrotz ist und bleibt ein Fliegennetz auch hier eine gute Investition! Und wenn ihr es tatsächlich mit den Yeagarup Sanddünen im Südwesten Westaustraliens aufnehmen wollt, raten wir euch auch zu einem Auto, dass dieser Herausforderung ohne Probleme, dafür aber mit viel Power gewachsen ist!

Wenn ihr einmal an der Küste angelangt seid, werdet ihr euch vor gigantischen Fotomotiven und traumhaften Buchten nicht mehr retten können! Angeln, Schnorcheln, Tauchen! Abmarsch! Allein beim Ansehen der Fotos die wir mitgebracht haben überkommt mich jetzt schon das Fernweh und ich muss mal kurz eine Unterbrechung einlegen, um Tobi zu fragen, ob wir nicht auch nochmal nach Westaustralien wollen! Schließlich gibt es hier so viel zu erkunden, das reicht für mehr als eine Reise!!

Am besten ich erinnere ihn an sein Lieblingsabenteuer im Walden Nationalpark, als er in einen über 75 Meter hohen Karribaum entlang von 130 Eisenstangen geklettert ist und mir von dort oben seine Liebe gestand! Verrückt! Mir wird immer noch schwindlig, wenn ich nur daran denke!

Da gucke ich mir doch gleich viel lieber meinen Schnappschuss aus der Lucky Bay an, die dieses niedliche Känguru am weißesten aller Sandstrände zeigt! Hier darf gezeltet, gekocht und das Leben in vollen Zügen genossen werden!

Hach, Westaustralien, was bist und bleibst du wunderbar!

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