Veganer Proviant beim Wandern

Kein Essen schmeckt so gut wie das, das man sich am Gipfel gönnt. Ich liebe es, wenn ich mich nach einem anstrengenden Aufstieg am Gipfel bei grandioser Aussicht hinsetze und meine Jause genieße. Aber was nimmt man als Veganer eigentlich mit?
Junge Frau macht Pause beim Wandern

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Sabrina entstanden.

Volle Energiespeicher

Mit leerem Magen sollte man eine Wanderung auf gar keinen Fall starten. Wandern ist ja eine Kombination aus Kraft und Ausdauer – wobei ich der Meinung bin, dass es viel mehr um die Ausdauer geht. Wenn die Speicher leer sind, fehlt die Energie. Das weiß man ja. Bei Läufern sagt man, dass die Speicher schon am Abend davor gefüllt werden sollten. Eine ordentliche Portion Pasta am Abend davor schadet auch beim Wandern auf gar keinen Fall. Wenn ich eine anspruchsvolle Wanderung geplant habe (mehr als 1.000 Höhenmeter im Anstieg), dann fülle ich meine Energiespeicher gezielt am Abend davor. Es macht wirklich einen Unterschied.

Frühstück

Egal um welche Wanderung es sich handelt, das Frühstück darf nie fehlen. Gerade Kohlenhydrate sollten nochmal nachgeladen werden. Ich esse dafür gerne Müsli mit Obst und Pflanzenmilch. Auf „leere“ Kohlenhydrate wie Toastbrot mit Marmelade würde ich eher verzichten, das bringt nur kurzfristig Energie. Was man oft vernachlässigt, ist die Flüssigkeitsaufnahme.

Müsli als ideales Frühstück beim Wandern

Natürlich darf die volle Wasserflasche auf keiner Wanderung fehlen, aber es ist definitiv kein Fehler, bereits vor der Wanderung anständig zu Trinken. Ich trinke meist so einen halben Liter Wasser zum Frühstück.

Die Jause am Berg

Die Art der Jause wähle ich je nachdem, wie lange und anspruchsvoll die Wanderung ist. Bei kurzen Wanderungen (unter 3 Stunden) reicht es mir persönlich, wenn ich Snacks eingepackt habe. Manchmal kommen nur Müsliriegel, Obst oder belegte Brote in den Rucksack. Oft esse ich meine Jause auch erst nach der Wanderung auf dem Heimweg. Das Hungergefühl ist individuell und auch davon abhängig, wie gut man vorgesorgt hat (siehe volle Energiespeicher). Trotzdem würde ich nie wieder ohne Proviant – und sei es nur ein Müsliriegel – zu einer Wanderung aufbrechen.

Immer im Rucksack

Dieser Proviant muss beim Wandern in den Rucksack

Zwei Riegel sind fixer Bestandteil meines Erste-Hilfe-Pakets. Kein Spaß…. ich habe tatsächlich zwei Cliff-Bars in meinem Erste-Hilfe-Paket. Das kommt daher, dass ich mal spontan zu einer eigentlich kurzen Wanderung aufgebrochen bin – und wie das so ist bei spontanen Ideen: Natürlich habe ich nicht groß über Verpflegung nachgedacht. Super Wetter und gute Laune führten dann dazu, dass ich die Wanderung ausdehnte. Aus den geplanten zwei Stunden wurden dann fünf – und fünf Stunden ohne Proviant am Berg herumlaufen ist nicht empfehlenswert. Aber aus Fehlern lernt man… das passiert mir nie wieder.

Kurze, wenig anspruchsvolle Wanderungen

In Wahrheit reichen mir hier wirklich ein oder zwei Müsliriegel, vielleicht noch einen Apfel oder eine Banane. Viele setzen ja auf Studentenfutter. Nüsse und Trockenfrüchte sind auf jeden Fall gute Energielieferanten für Zwischendurch. Außerdem kann man damit, wenn man Glück hat, auch Dohlen anlocken ;-).

Längere und anspruchsvollere Wanderungen

Bei längeren Wanderungen packe ich fast immer belegte Brote ein. Meistens ist das Schwarzbrot mit Hummus oder anderen veganen Aufstrichen, das ich gerne noch mit Tomaten oder Salat verfeinere. Die oben beschriebenen Snacks sind aber natürlich zusätzlich im Rucksack. Um ehrlich zu sein, packe ich auch gern Mannerschnitten ein. Die sind dann mein Dessert ;-) Mannerschnitten gehen immer … auch wenn sie nicht unbedingt gesund sind – sie sind eben lecker.

Veganer Nudelsalat bringt Power beim Wandern

Wenn es eine wirklich lange und anspruchsvolle Wanderung ohne Einkehrmöglichkeit ist oder wenn ich das Gefühl habe, dass meine Energiespeicher nicht ausreichend gefüllt sind, setze ich auf Nudelsalat. Mein absoluter Favorit! Ab und zu gehe ich auch gezielt fürs Mittagessen auf den Berg. Da steht dann auch immer Nudelsalat auf dem Plan.

Rezept: Veganer Nudelsalat

Rezept für ca. 2-4 Personen

Um ehrlich zu sein, sind wir starke Esser, deshalb kann ich schwer einschätzen ob die Menge für zwei Personen nicht zu viel ist … aber das Gute an dem Nudelsalat: Er schmeckt immer – egal ob kalt oder warm oder auch am nächsten Tag.

Zutaten:

250g Fussili/Farfalle oder Penne (je kleiner, umso besser)

2 Frühlingszwiebel

4-6 Stangen Sellerie (je nach Geschmack)

5 mittelgroße Tomaten

240g Kichererbsen (gekocht)

italienische Kräuter

Olivenöl

150g Tomatensauce aus dem Glas

Jause: Veganer Nudelsalat

Zubereitung:

Die Nudeln in Salzwasser kochen.

Die Tomaten in Würfel, Frühlingszwiebel und Stangensellerie in dünne Scheiben schneiden.

Zuerst die Kichererbsen gemeinsam mit den gewürfelten Tomaten, Olivenöl und den italienischen Kräutern in einer großen Pfanne anbraten. So lange braten bis die Tomaten eine solide Masse haben.

Die fertigen Nudeln und die Tomatensauce dazugeben. Gut durchmischen, eventuell noch mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Am Schluss kommen dann der Jungzwiebel und Stangensellerie dazu. Unter ständigen Rühren noch ein wenig braten – aber nicht zu lange, Zwiebel und Sellerie sollen knackig bleiben.

Beim veganen Nudelsalat ist, neben den Kohlenhydraten, auch für Eiweiß durch die Kichererbsen gesorgt. Veganer Proviant unterscheidet sich eigentlich nicht sonderlich von nicht-veganem Proviant. Wichtig sind die Energielieferanten und die sind eigentlich immer vegan ;-)

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