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SportScheck Berg- und Skischule Sommer: Wir haben's getestet!

Teil 1: Wanderung Zugspitze übers Gatterl & Teil 2: Klettersteigkurs Alpspitze für EinsteigerInnen

Es ist wieder soweit: Die Kurse unserer SportScheck Berg- und Skischule sind in vollen Zügen! Und mit ihnen unsere SportScheck-Mitarbeiter: Du möchtest erfahren, was Michael bei seiner 1600-Höhenmeter-Tour auf die Zugspitze erlebt hat? Oder bist du etwa schon gespannt, was Benjamin dazu gebracht hat, sich seinen nächsten Klettersteig alleine zuzutrauen? Dann lies dir jetzt ihre Erfahrungsberichte durch und finde heraus, was dich bei einem Kurs der SportScheck Berg- und Skischule erwartet!

Info: Dieser Beitrag ist Teil einer Serie, in der wir verschiedene Kurse unserer Berg- und Skischule testen & von unseren Erfahrungen berichten. Im Winter haben wir in Teil 1 Freeridekurs & Skitourenkurs und in Teil 2 Skikurse getestet.

AM 21.07.2022

Wanderung Zugspitze übers Gatterl
Wanderung Zugspitze übers Gatterl
Klettersteigkurs Alpspitze für EinsteigerInnen
Klettersteigkurs Alpspitze für EinsteigerInnen
Teil 1: Wanderung Zugspitze übers Gatterl

Part 1: Wanderung Zugspitze übers Gatterl - Michael

Als gebürtiger Münchner habe ich selbstverständlich von Kindesbeinen an in sämtlichen Münchner Hausbergen oder Tiroler Wandergebieten einige Tages- oder auch 2-Tages-Touren absolviert.

Da ich es jedoch bis dato noch nicht geschafft habe, den höchsten Berg Deutschlands zu begehen, habe ich mir gedacht, dass es dieses Jahr endlich soweit sein soll. Ergo habe ich voller Motivation und Vorfreude über die Berg- und Skischule Vivalpin die geführte Tour "Zugspitze übers Gatterl" gebucht.

Der Tag der Wanderung

Samstagmorgen: Los geht's nach Ehrwald auf die österreichische Talseite der Zugspitze.


Dort angekommen, sehe ich auch schon unseren Tourguide Philipp von der SportScheck Berg- und Skischule und unsere kleine, gemischte Gruppe, welche aus einem guten Mix an unterschiedlichen Altersgruppen besteht.

Sicherheitsgefühl? Hergestellt!

Philipp gibt uns sofort ein Gefühl der Sicherheit, indem er Helme an uns verteilt, uns fragt, ob wir ein Klettersteigset benötigen (ist keine Pflicht, aber eine Option, um uns sicherer zu fühlen) und uns das Sicherungsseil an seinem Rucksack zeigt, mit welchem er uns im Fall der Fälle anseilen kann.


Also, noch kurz die Gondelkarte gekauft (wird für die ersten Höhenmeter und abschließend auch für die Talfahrt benötigt) und los geht's!

Los geht's!

Nach einer kurzen Gondelfahrt kommen wir am Startpunkt der Wanderung an der Ehrwalder Alm an und marschieren bei bestem Wetter los.

Die ersten Höhenmeter lassen wir schnell hinter uns; unsere Gruppe ist in verschiedene kleine Gespräche verwickelt. Nach circa einer 3/4 Stunde legen wir im Schatten die erste kurze Trinkpause ein. Kurz darauf geht's weiter; der Weg führt vorbei an Bilderbuch-Almen, Kühen und herrlichen Blicken auf die kleineren Ausläufer des Wettersteingebirges. Philipp begeistert mit seinem sehr umfangreichem Wissen über die Flora und Fauna der Wegstrecke, sodass es unterwegs nie langweilig wird.

1. Etappenziel erreicht: Das Gatterl

Nach knapp 2 Stunden und kurz überhalb der Baumgrenze legen wir die nächste kurze Rast ein. Weiter führt der Weg immer mal wieder über leichte, kleinere Geröllfelder. Nach einer Kurve kommt die Info von Philipp, dass direkt vor uns das erste Etappenziel, das sogenannte "Gatterl" liegt und wir nun die Helme zum ersten Mal aufsetzen dürfen.

Wanderung Zugspitze - Das Gatterl
Das Gatterl

Das Gatterl ist tatsächlich ein Zauntor, welches die Landesgrenze zwischen Österreich und Deutschland kennzeichnet. Als wir nach ca. 2,5 Stunden Gehzeit das Gatterl durchschreiten freuen wir uns alle; und haben ab sofort den Gipfel - wenn auch noch in weiter Entfernung - immer im Blick.


Der Weg führt nun hauptsächlich über festen Steinboden und auch die Grünflächen werden weniger.

2. Etappenziel: Knorrhütte

Auf 2052 Meter über dem Meeresspiegel erreichen wir als letzte Zwischenetappe die Knorrhütte, in die wir aufgrund unseres guten Zeitmanagements für eine letzte Stärkung aus Getränken und Suppen oder anderen Köstlichkeiten einkehren.

Hier hat Philipp eine gute und eine schlechte Nachricht für uns. Die gute Nachricht: Wir haben schon fast 3/4 der Wegstrecke geschafft. Die schlechte Nachricht: Wir haben erst die Hälfte der Höhenmeter von circa 1600 Meter hinter uns.

Was das für uns bedeutet? Dass wir ab sofort richtig Höhenmeter zurücklegen und die Anstrengung dadurch deutlich zunimmt. Wir lassen uns dadurch aber nicht entmutigen. Also, weiter!


Der Weg führt uns nun hauptsächlich durch Stein- und Geröllfelder sowie über die ersten kleineren Schneefelder des Schneeferner Gletschers, dem nördlichsten Gletschers der Zugspitze.

Wanderung Zugspitze - Schneeferner Gletscher 1
Der Schneeferner Gletscher
Wanderung Zugspitze - Schneeferner Gletscher 2

Endspurt zum Gipfel

Als wir die Gletscherbahn erreichen, haben wir die Option, die letzten (ca.) 200 Höhenmeter mit der Gletscherbahn zu überwinden - um die anstrengende, einstündige Fußetappe über ein recht steiles Geröllfeld zu "überspringen". Ich entscheide mich jedoch für den Weg zu Fuß.


Hier komme ich immer weiter an meine physischen Grenzen. Nach circa 6 Stunden inklusive der Pausenzeiten stehen wir am Fuße des Grats mit direktem Weg zur Zugspitze. Jetzt heißt es Endspurt ...

Geschafft!

Schließlich, nach insgesamt 6:25 Stunden Gehzeit, 12 zurückgelegten Kilometern und gut 1600 Höhenmetern haben wir es endlich geschafft - und stehen oben auf dem Gipfelplateu vom "Top of Germany". Was für ein überwältigendes Gefühl!


Oben angekommen, gibt es nochmals ein gemeinsames Beglückwünschen und selbstverständlich noch ein Gruppenfoto - bevor es dann mit der letzten Talfahrt der Tiroler Zugspitzbahn wieder ganz nach unten geht.

Mitarbeiter Michael am Gipfelplateau vom "Top of Germany"
Ich am Gipfelplateau vom "Top of Germany"
Gruppe Wanderung Zugspitze am Gipfel
Unsere Gruppe - glücklich und erschöpft

Anschließend bringt uns ein Shuttlebus bis zu unserem Parkplatz an der Ehrwalder Almbahn. Hier genehmigen wir uns noch ein Kaltgetränk in der Brent Alm und verabschieden uns - völlig erschöpft, aber überglücklich.

Mein persönliches Fazit

Insgesamt fand ich die Tour sehr gut organisiert. Unser Wanderguide war echt top, hat uns jederzeit das Gefühl der Sicherheit gegeben und uns rechtzeitig auf mögliche Gefahren und Vorsichtsmaßnahmen aufmerksam gemacht. Übrigens: Drei Teilnehmer aus unserer Gruppe hatten auch schon eine Schneeschuhtour mit Philipp an der Zugspitze gemacht und waren so begeistert, dass sie "zurückgekehrt" sind.


Mein Fazit? Ich werde auf jeden Fall die nächste große Tour wieder mit der SportScheck Berg- und Skischule begehen!


Du suchst noch nach dem perfekten Wanderoutfit? Dann haben wir dir hier alle Tipps zusammengefasst.


Du bist auch an einer geführten Wanderung über unsere SportScheck Berg- und Skischule interessiert? Dann findest du unter dem folgenden Link alle Eckdaten und Infos zur Anmeldung! Übrigens: Wir bieten auch mehrtägige Touren in unterschiedliche Wanderregionen an!

Teil 2: Klettersteigkurs unserer Berg- und Skischule

Part 2: Klettersteigkurs für Einsteiger:innen, Alpspitze - Benjamin

Ich war noch nie auf einem Klettersteig, sowas gibt es bei mir im Spreewald nicht. ;) Umso größer war meine Neugierde, dies endlich einmal auszuprobieren und so habe ich mich voller Vorfreude für den Kurs "Klettersteig für EinsteigerInnen" auf der Alpspitze im tiefen Süden Deutschlands angemeldet.

Der Tag des Klettersteigs

Nachdem ich am Vorabend noch eben meinen Rucksack gepackt habe, steige ich am Samstagmorgen von München aus in den Zug Richtung Alpspitzbahn. Am Treffpunkt angekommen, sehe ich auch schon unsern Bergführer Max und zwei weitere TeilnehmerInnen. Kurz darauf ist die Gruppe mit acht gut gelaunten Menschen vollzählig und Max beginnt, den Tag einzuleiten.


Für alle, die noch keine Klettersteigausrüstung besitzen, vergibt Max Helme, Klettersteigsets und -gurte.

Während der anschließenden Seilbahnfahrt haben wir Zeit, uns etwas auszutauschen und kennenzulernen.

Los geht's!

An der Bergstation angekommen, beginnen wir mit der einstündigen Wanderung über breite Ziehwege. Es wird geredet, gelacht und das sonnige Wetter genossen.

Pause & Theorie Part 1

Dann heißt es: Brotzeit! Brot raus, Kulisse genießen.
Gut gestärkt beginnt Max mit der Theorie:

Das richtige Schuhwerk
Nachdem unsere Schuhe bereits zu Anfang inspiziert und für gut befunden wurden, gibt Max uns nun Tipps und Empfehlungen für das richtige Schuhwerk auf Einsteiger- und Fortgeschrittenenklettersteigen.
Dann können wir unser Schuhwerk direkt auf die Probe stellen und die Griffigkeit an einer Felsengruppe ausprobieren.

Einweisung ins Klettersteigset
Neben der Griffigkeit der Schuhe darf natürlich die Einweisung in Klettersteigset und -gurt (PSA = Persönliche Schutzausrüstung) nicht fehlen. Max erklärt uns sehr ausführlich und anschaulich die Funktionsweise, das richtige Anlegen und die Belastungsgrenzen des Materials. Anschließend dürfen wir unsere Gurte anlegen. Alles wird von Max überwacht, nachgeprüft und Fragen werden ausführlich und für alle verständlich beantwortet. So starte ich gleich mit einem guten Gefühl in die nächste Session.

Kurs Klettersteigtechnik Theorie
Theorie Part 1
Kurs Klettersteigtechnik Testen Griffigkeit Schuhe
Testen der Griffigkeit unserer Schuhe

Theorie Part 2

Nachdem wir von Max über richtige und falsche Verhaltensweisen am Klettersteig geschult werden, dürfen wir unsere PSA direkt an einem Probeseil probieren. Das gibt mir ein gutes Gefühl der Sicherheit für den bevorstehenden Aufstieg.

Aufstieg

Nun heißt es: „Ab in den Berg!“ Das Gelände wird schnell unwegsam, aber nie unpassierbar. Und schon macht es „Klick Klick“ - und das erste Stahlseil taucht auf. Nun haken alle ihre Karabiner ein und dann ist vollste Konzentration angesagt.


Max behält stets alle im Auge und fragt die Gruppe regelmäßig, ob alles in Ordnung ist.

Kurs Klettersteigtechnik Aufstieg
Der Aufstieg
Kurs Berg- und Skischule Klettersteig Querung Alpspitze
Die Querung durch Tunnel

Nach rund einer Stunde Klettersteig können wir uns wieder vom Seil lösen - et voilà, das erste Gipfelkreuz ist erreicht!


Alle sind überglücklich und es ist kurz Zeit, sich zu stärken.

Max nutzt die Zeit direkt für eine Wetterschulung und behandelt Fragen wie: „Wie verhalte ich mich, wenn ich von einem Gewitter überrascht werde? Wie verhindere ich, dass ich von einem Unwetter überrascht werde? Was sagen uns die Wolken, die wir gerade sehen?“

Querung

Nun aber genug ausgeruht - auf in den nächsten und letzten Abschnitt mit Sicherung!

Wir queren die Alpspitze mit einem unfassbaren Bergblick, teilweise durch kleine, abenteuerliche Tunnel - bis wir schließlich beim AlpspiX ankommen, was das Ende des Klettersteigs markiert.


Wow! Überglücklich über die geschaffte Leistung machen wir erstmal einige Gruppenfotos, um dann bei einem Radler unsere Eindrücke Revue passieren zu lassen.

Kurs Klettersteigtechnik für AnfängerInnen Aussichtsplateau
Unsere Gruppe auf dem Aussichtsplateau

Frisch gestärkt und leicht ausgepowert geht es schließlich mit einem breitem Grinsen bei einer leichten Wanderung zurück zur Bergstation.

Und schon schweben wir wieder mit der Gondel gen Tal.

Mein persönliches Fazit

Selbst wenn ich vorher die notwendige Ausrüstung gehabt hätte, hätte ich wahrscheinlich zunächst keinen Klettersteig alleine betreten. Mein Respekt davor war deutlich zu groß.

Durch den Kurs habe ich nun gesehen, wie gut machbar solche Klettersteige - zumindest die leichteren - sind. Jetzt fühle ich mich gut vorbereitet auf meine ersten eigenen Klettersteig und werde mich auf jeden Fall zeitnah ausrüsten.


Vielen Dank an die SportScheck Berg- und Skischule für die tolle Organisation, an die klasse Gruppe mit der ich unterwegs sein durfte und natürlich ein RIESEN DANKESCHÖN an Max für den gesamten Tag. Mein Fazit? Es hat sehr viel Spaß gemacht und war unglaublich lehrreich!


Du bist auch an einem Klettersteigkurs unserer SportScheck Berg- und Skischule interessiert? Dann findest du unter dem folgenden Link alle Eckdaten und Infos zur Anmeldung! Übrigens: Wir haben auch Mehrtagestouren und unterschiedlichste Schwierigkeitslevels im Angebot!

Über die SportScheck Berg- und Skischule

Die SportScheck Berg- und Skischule

Seit dem 01.01.2011 ist VIVALPIN Lizenznehmer der SportScheck Berg- und Skischule. So können sich alle SportScheck Kunden bei jedem Kurs, bei jedem Event und bei jeder Führung der SportScheck Berg- und Skischule auf die Qualität, Kompetenz und Erfahrung der VIVALPIN Bergprofis verlassen. 

Zusammen mit unseren hochmotivierten und qualifizierten Bergführern, Skilehrern, Bergwanderführern und Outdoorguides bringen wir unseren Kunden die Faszination für den Berg- und Skisport nahe.  

Seit der Gründung der Berg- und Skischule 1985 hat sich VIVALPIN mit Sitz in Garmisch-Partenkirchen zu einem der renommiertesten Spezialreiseveranstalter im Berg- und Skisport entwickelt. 

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