Slowenien: Outdoor-Paradies für Insider

In der Ferienzeit kann es ganz schön voll werden an den Hotspots der Alpen: Zugspitze, Gardasee, Südtirol & Co. ziehen die Massen an, da weiß man schließlich, was einen erwartet. Wenn du es etwas ruhiger, ursprünglicher und abenteuerlicher magst, dann solltest du unbedingt nach Slowenien fahren!

Am südöstlichen Ausläufer der Alpen gelegen ist Slowenien flächenmäßig nicht einmal halb so groß wie die Schweiz. Trotzdem findet man hier eine unglaubliche landschaftliche Vielfalt: Hochgebirge, Hauptstadt und Meer liegen hier so nah beieinander wie in keinem anderen Land. Von München ist man in 3-4 Stunden dort, und wer über den Predilpass fährt, spart sich sogar die (recht teure) Autobahn-Vignette für Slowenien.

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Triglav und Sieben-Seen-Tal: Aufs Dach der Julischen Alpen

Der Triglav ist mit 2.864 Metern der höchste Berg und das Wahrzeichen Sloweniens (er ziert sogar die Nationalflagge!) Kein Wunder, dass jeder Slowene ihn mindestens einmal im Leben bezwingen möchte. Anders als z.B. an der Zugspitze gibt es hier keine Bergbahn! Der Triglav liegt mitten im gleichnamigen Nationalpark und die Zustiege sind lang. Am besten verbindet man die mit einer Hüttenwanderung durchs malerische Sieben-Seen-Tal. Von der Triglav-Hütte führt dann ein ausgesetzter, aber technisch einfacher Klettersteig zum Gipfel.

Ausgesetzter Steig am Triglav-Gipfelgrat | Photo by Hendrik Auf'mkolk
Blick vom Triglav-Haus | Photo by Hendrik Auf'mkolk
Trailrunning im Triglav-Nationalpark | Photo by Hendrik Auf'mkolk

Wasserspiele im Soča-Tal

Das smaragdgrüne Wasser der Soča wirkt so surreal, das musst du mit eigenen Augen gesehen haben! Und wenn du schon mal dort bist, probier dich doch mal an einer Rafting-, Kayak- oder Canyoning-Tour. Guides, Kurse und Leihausrüstung bekommst du am besten in Bovec, der Outdoor-Hauptstadt Sloweniens.

Damit euch Zwischendurch nicht die Energie verlässt, haben wir hier 3 günstige Rezepte fürs Wandern für dich.

Smaragdgrünes Wasser der Soca | Photo by Hendrik Auf'mkolk

Biwak-Abenteuer in den Steiner Alpen

 Die Steiner Alpen liegen ganz im Norden Sloweniens an der Grenze zu Österreich. Hier sind die die Wege noch schmaler und die Gipfel noch schroffer als in den Julischen Alpen. Vom Talschluss der Kamniška Bistrica führt ein steiler Trampelpfad hinauf zur unbewirtschafteten Biwak-Hütte unterhalb des Skuta (2.532 m). Sie wurde von Architektur-Studenten der Harvard-Universität entworfen und 2015 per Hubschrauber hier hergebracht. Von der Hütte geht es in leichter Kletterei (II UIAA, z.T. versichert) auf den Gipfel, den man in westliche Richtung überschreiten kann.

Du willst deine Erlebnisse und das grandiose Panorama bestmöglich einfangen? So gelingt dir das perfekte Outdoor-Foto!

Skuta-Biwak im Morgengrauen | Photo by Hendrik Auf'mkolk

Atemberaubende Mangartstraße

Vom Predilpass zweigt direkt vor der Grenze zu Italien die Mangartstraße ab und schraub sich über 17 Kehren bis auf 2.055 Meter über Null. Die schmale, oft einspurige Straße ist nichts für schwache Nerven oder Fahranfänger. Tipp: Wer auf der Mangart-Hütte knapp unterhalb des Sattels übernachtet (15 Euro/Nacht; AV-Mitglieder 10 Euro), ist morgens als erster am Gipfel. So hast du den großartigen Sonnenaufgang mit Panoramablick bis zu den Dolomiten ganz für dich allein!

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Hendrik Auf'mkolk entstanden. 

Die Mangart-Straße führt bis auf über 2.000 Meter | Photo by Hendrik Auf'mkolk
Morgenstimmung am Mangart | Photo by Hendrik Auf'mkolk
Sonnenaufgang am Mangart | Photo by Hendrik Auf'mkolk
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