Outdoortrend: Microadventure - dein Reset nach dem Feierabend

Den Feierabend vor dem Fernsehen verbringen? Bitte nicht! Wir stellen dir heute den neuen Outdoor Trend vor: Microadventure! Jetzt im ausführlichen Artikel auf SportScheck lesen.
Alstair Humphreys bei Sportscheck

Outdoortrend - Microadventure

Einfach mal Reset drücken, das wärs oder? Wer dabei sofort an ein Sabbatical oder an eine längere Auszeit denkt, der ist hier falsch. Wobei eigentlich nicht, denn genau dich möchten wir mit diesem Artikel über Microadventures gerne umstimmen.

Micro-was?

Microadventure, die Lösung, um deinen Feierabend vielleicht manchmal sehr einzigartig zu gestalten. Wir Menschen sind Gewohnheitstiere, nach einem anstrengenden Arbeitstag freuen wir uns schon auf die Couch, die Tagesschau und das gemütliche Abendessen. Wozu Abwechslung, wenn wir uns doch an etwas gewöhnt haben? Genau hier setzt ein Microadventure an. Takt- und Ideengeber dieser Outdooraktivität ist Alastair Humphreys, britischer Blogger und Abenteurer, der selbst schon unzählige exotische Reisen und ungewöhnliche Ideen erlebt und umgesetzt hat. Sein Credo: Nutze deine Zeit sinnvoll, um etwas Einzigartiges zu erleben.

Alstair Humpreys - Ideengeber der Micoradventures Ein Microadventure ist einfach ein Abenteuer. „Viele Menschen glauben, das sind zwei verscheidene Dinge. Der einzige Unterschied besteht darin, nach einer Möglichkeit für ein Abenteuer zu suchen und sich nicht von irgendwelchen Einschränkungen des Alltags aufhalten zu lassen. Ein Microadventure kann ganz nahe bei deinem Zuhause sein, es muss nicht viel kosten“ so Alastair in einem Interview mit Bergwelten.com.

Zusammengefasst: geh raus, such das Abenteuer und erlebe was. Und das am besten nach Feierabend.

Ideen für Microadventures

From 5 to 9 - die eigentliche Idee eines Microadventures

Eine weitere Kernidee des Microadventures ist, dass du dieses nach Feierabend umsetzt und somit vor dem Arbeitsbeginn wieder Zuhause oder direkt am Arbeitsplatz bist. Tipp vom Profi: Überleg dir, was dich begeistert. Die einen wollen nach der Arbeit einfach nur relaxen, die anderen ihren Kopf freikriegen. Beides kannst du mit einem kleinen Abenteuer kombinieren. Egal wie klein das Abenteuer ist, es ist der wichtigste Schritt zu großen Veränderungen, so Alaistair.

  „Was hindert dich daran, nach der Arbeit mit Rucksack und Rad in die Natur zu fahren und unter den Sternen zu schlafen? Am nächsten Morgen fährst du heim, isst ein Müsli und gehst wieder ins Büro.“
Microadventure in der Natur

So kann ein Microadventure im Detail aussehen

Aber wir reden nicht nur über Microadventures und darüber, dass sie der letzte Schrei im Outdoor Bereich sind, wir machen Nägel mit Köpfen. Zusammen mit einer unserer beliebten Outdoormarken - Haglöfs - haben wir ein Microadventure südlich von München auf die Beine gestellt.

Und so kann ein 5-to-9-Abenteuer aussehen:

17.00 Uhr: Etwa 50 gespannte Teilnehmer aus unserer SportScheck Community sitzen in einem Bus, der aus München raus und hinein ins Mircoadventure fährt.

18.00 Uhr: Der Bus hat alle Teilnehmer nach etwa einer Stunde Fahrt an den Schliersee gebracht, an dem schon eine leichte Brise den Abend einläutet. Bevor allerdings klar wird, wo die Nacht verbracht werden wird, geht es auf eine kleine Wanderung mit einem wunderschönen Blick über den See, die umliegenden Orte und Berge. Nach dieser ordentlichen Portion frischer Luft führt endet der Abstieg am Seeufer, wo ein neues Transportmittel auf uns wartet.

19.30 Uhr: 12 Kajaks warten am Ufer darauf, alle zur Wörth-Insel zu bringen, was das Ziel für die Nacht sein wird. Also Rettungsweste an, Wertsachen im Wassersack verstauen und im Gleichschlag in der Abenddämmerung rüber zur Insel. Die Überfahrt mit dem rosafarbenem Abendhimmel über den Teilnehmern ist etwas ganz Besonderes, denn normalerweise ist man nach einer Tageswanderung schon um diese Uhrzeit wieder in München. So kann die Region zu einer ganz anderen Tageszeit erlebt werden.

20.30 Uhr: Schon bei der Ankunft auf der Insel wartet ein kleines Zeltlager - alle Zelte sind mit ihrem Eingang mit Blick auf den See ausgerichtet, ein richtiger Prime Spot. Nachdem sich jeder sein Zelt gesichert hat, ist das vegetarische Grillbuffet eröffnet, was keine Wünsche offen lässt und köstlich vielseitig ist: Maiskolben, Pilze, Humus, Grillkäse...

21.30 Uhr: Nachdem alle gesättigt und gewässert sind, ergreift Alastair bei einer gemütlichen Runde am Lagerfeuer nochmal das Wort und inspiriert mit seinen Geschichten und Reiseabenteuern. Anschließend begleitet eine 3-Mann-Band die vielen Gespräche am Feuern.

23.30 Uhr: Langsam bereiten sich alle auf die Nacht vor und kriechen in ihre Zelte. In der Natur zu schlafen ist auf jeden Fall ein Abenteuer und gehört (leider) nicht zu den alltäglichen Tätigkeiten. Alles was man hört, ist noch das Knistern des Feuers und die Wellen, die leise ans Ufer branden und ist im Nu eingeschlafen.

05.45 Uhr: Der Wecker klingelt. Beim Öffnen des Zeltes bleibt einem schlicht der Atem weg: die Sonne beleuchtet schon die Gipfel der Berge, das Gras vor dem Zelt ist Nass vom Tau und es herrscht Stille. In der Natur aufzuwachen, an einem Mittwochmorgen, fühlt sich ein bisschen nach Freiheit an. Jetzt heißt es Zelte abbauen und zurück in die Stadt. But first: Coffee.

06.30 Uhr: Rein ins Kajak und auf das spiegelglatte Wasser, das nur darauf gewartet hat, die Teilnehmer wieder sicher ans Ufer zu bringen. Die ersten Sonnenstrahlen des Tages kitzeln die Nasen, tauchen die Gesichter ins Licht und auf dem Wasser liegt ein Rest Morgennebel. Ein fast unreelles Erlebnis so früh am Morgen.

07:15 Uhr: Mit belegten Broten sitzen alle etwas müde aber glücklich und mit glänzenden Augen im Bus. Es geht wieder retour nach München.

09.00 Uhr: Nach einem kleinen Stau vor der Stadt, hält der Bus in der Stadt. Nach dem Erlebnis der letzten 16 Stunden ist es ein kleiner Kulturschock wieder in der wuseligen Stadt zu sein. Aber man kann nicht sagen, dass die Zeit nicht gut genutzt wurde. Die coolen Jacken sind die neuen L.I.M. COMP von Haglöfs, die wir hier im Shop haben. Du hast auch Lust auf so ein Abenteuer bekommen?

Kein Problem, denn diese Microadventures kann jeder auch ohne viel Geld oder Zeit machen - Nachmachen ist wärmstens empfohlen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem Biwak am Ufer des Sylvensteinspeichers oder einer Bergwanderung mit Hüttenübernachtung? Hauptsache: kurze Anfahrt, keine zu ambitionierten Pläne vor Ort haben - ein Highlight reicht, die Region vorher kennen und naturnah sein!

Geh raus in die Natur und erleb was.

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