Outdoor-Ideen für 2019: Warum kleine Ziele manchmal besser sind

Sportliche Vorsätze fürs neue Jahr? Es muss keine Alpenüberquerung sein! Hendrik hat sechs Tipps, wie du 2019 mit coolen Micro Adventures zu deinem Outdoor-Jahr machst.
Weitwanderung: Sonnenaufgang in den Bergen
Fotos: Hendrik Auf'mkolk

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Hendrik entstanden.

Ihr kennt das bestimmt: Rund um den Jahreswechsel fassen wir gute Vorsätze und nehmen uns besonders große Ziele vor. Unter Weltretten und Matterhornbesteigen geht ja heute kaum noch etwas. Blöd nur, wenn dann schon Mitte Januar der Chef, der Kontostand oder die Steuererklärung dazwischen kommen. Deshalb findest du auf dieser Liste sechs scheinbar kleine Ziele. Für diese Mikroabenteuer brauchst du (fast) kein Geld, musst nicht um die halbe Welt fliegen oder deinen Jahresurlaub opfern. Wenn du gerne draußen bist, ein paar Stunden Zeit und eine gesunde Portion Neugier mitbringst, wird das dein Jahr!

Im Winterraum übernachten

Viele Alpenvereinshütten sind im Winter geschlossen. Trotzdem ist jetzt die beste Zeit fürs Winterbergsteigen, Skitouren- oder Schneeschuhgehen. Gut, dass viele Hütten einen Winterraum haben!  Wichtig: Ein Winterraum wird nicht bewirtschaftet. Er dient in erster Linie als Notunterkunft und als Stützpunkt für Mehrtagestouren. Entsprechend klein und spartanisch sind die meisten Winterräume ausgestattet. Dazu gehört meist (aber nicht immer!) ein Ofen, Brennholz, Kochgeschirr, Matratzenlager und Decken. Doch gerade weil das Drumherum auf das Wesentliche reduziert ist, kann eine Übernachtung im Winterraum urgemütlich sein. Infos zu Standorten, Zustiegen und Tarifen findest du auf Alpenverein.de.

Bei einer Winterwanderung um Winterraum übernachten

Ein Iglu bauen

Noch ein wenig spartanischer geht es in einem Iglu zu. Während zwei geübte Inuit das traditionelle Schneehaus in einer Stunde bauen können, braucht man als Anfänger einen halben Tag und am besten professionelle Anleitung. In vielen Urlaubsregionen finden in den Wintermonaten Kurse statt. Wenn du im Iglu übernachten, aber nicht selbst Schneeblöcke stapeln willst, bist du in einem Igludorf richtig. Die gibt es zum Beispiel auf der Zugspitze, in Zermatt oder Oberstdorf.

Von Hütte zu Hütte wandern – oder laufen

Wandern ist gut, Weitwandern ist besser! Klassiker wie der Jakobsweg, der E5 oder der Traumpfad München-Venedig werden jedes Jahr von tausenden begangen. Aber es muss nicht immer gleich ein Pilgerweg oder eine Alpenüberquerung sein: Das „Ganz weit weg vom Alltag“-Feeling stellt sich schon nach zwei oder drei Etappen ein. Der Innsbrucker Höhenweg beispielsweise führt abwechslungsreich über die „Seven Tuxer Summits“ und ist an einem langen Wochenende zu bewältigen.

Von Hütte zu Hütte wandern

Wer in Laufschuhen unterwegs ist, schafft auch größere Schleifen wie den Meraner Höhenweg. Am schönsten ist es übrigens kurz vor Ende der Saison im Herbst: Dann haut die Natur ihre kräftigsten Farben raus, die Touristen sind schon weg und auf den Hütten geht es besonders entspannt zu.

Einen Klettersteig erklimmen

Wo hört eigentlich das Wandern auf und wo fängt das Bergsteigen an? Wenn du gerne höher hinaus willst als der Durchschnittswanderer, dann sind Klettersteige genau das Richtige für dich. Dort kannst du gut gesichert an Drahtseilen, Leitern und Eisenstiften ordentlich Luft unter den Sohlen spüren, ohne dass du besondere Kletterkünste oder Seiltechnik brauchst. KlettergurtKlettersteigsetHelm und Handschuhe genügen. Ähnlich wie Sportkletterrouten sind auch Klettersteige in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade eingeteilt. Für Anfänger geeignete „Eisenwege“ (Schwierigkeit A-B) findest du z.B. hier.

Klettersteig in den Bergen

Auf dem SUP balancieren

Sieht komisch aus, ist aber unglaublich entspannend und nebenbei ein perfektes Workout für die Tiefenmuskulatur: Standup-Paddeln hat sich in den letzten Jahren vom Geheimtipp zum Trendsport entwickelt. Kein Wunder, denn das Stehpaddeln kann wirklich jeder lernen. Für den Anfang brauchst du nicht einmal in ein eigenes Board investieren. Mittlerweile gibt es an fast jedem größeren See Verleihstationen, bei denen du Board, Paddel und ein paar gute Tipps für Einsteiger bekommst.

Unterm Sternenhimmel schlafen

Fünf Sterne Hotels sind so 90iger! Probier es doch mal mit einem #billionstarhotel! Wer braucht schon Concierge-Service und Champagner-Frühstück, wenn man einen freien Blick auf die Milchstraße und den Sonnenaufgang ganz für sich haben kann?

Sternenhimmel beim Biwak

Für ein Biwak unter freiem Himmel brauchst du einen Schlafsack und vor allem eine gute Isomatte, denn kalt wird es meist vom Boden her (je höher der sogenannte R-Wert, umso besser die Isolierung). Außerdem solltest du dich vorher unbedingt schlau machen, wo das Übernachten im Freien erlaubt ist und was du dabei beachten musst. Im hochalpinen Gelände (d.h. oberhalb der Baumgrenze) und außerhalb von Naturschutzgebieten wird das Biwakieren in DeutschlandÖsterreich und der Schweiz oft geduldet, aber je nach Bundesland oder Region gibt es Unterschiede. Auf der sicheren Seite bist du dort, wo es ausdrücklich erlaubt ist: Zum Beispiel an den ausgewiesenen Biwakplätzen im Elbsandsteingebirge oder in Skandinavien, denn dort gilt das sogenannte Jedermannsrecht.

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