Mountain Tutorials Teil 1: Der richtige Wanderschuh

Endlich wieder Wandersaison! Aber welches Equipment ist zwingend notwendig am Berg und welche Teile machen dir den Aufstieg eher schwer? Teil 1 dreht sich um das richtige Schuhwerk.
Gruppe junger Wanderer in den Bergen

Wenn im Frühling so langsam der Schnee schmilzt und sich die Skifahrer aus den Bergen zurückziehen, startet die Wandersaison. Wandern ist eine der Lieblingssportarten der Deutschen. Die Bewegung an der frischen Luft, die Begegnung mit der Natur, den Wäldern und Wiesen und das unvergleichliche Gefühl oben angekommen zu sein, das Gipfelkreuz zu berühren – das macht den Ausflug am Berg für viele so besonders.

Zum Start in die Wandersaison gehört unerlässlich auch die Bestandsaufnahme im Kleiderschrank: Was packe ich am Freitagabend in den Rucksack, wenn ich am Samstagmorgen in aller Früh in das Auto steige, um in die Berge zu fahren? Genau diese Frage beantworten unsere Mountain Tutorials, die wir dir in den kommenden Wochen mit euch teilen möchten.

Wanderschuhe: Griffige Sohle, Stabilität fürs Fußgelenk

Gut passende Wanderschuhe sind das wohl wichtigste Equipment für einen Ausflug in die Berge. Das Wetter kann wunderschön, der Ausblick spektakulär und die Begleitung besonders unterhaltsam sein: Wenn schlecht sitzende Wanderschuhe Blasen verursachen, macht das Wandern keinen Spaß.

Wanderschuhe mit Profil

Natürlich sind einfache Wanderungen auf Forstwegen auch mit einem normalen Laufschuh zu bewältigen. Sobald man aber die befestigten Wanderwege verlässt, ist die griffige Sohle eines Wanderschuhs mit entsprechendem Profil und der passenden Steifigkeit unbedingt zu empfehlen. Ein hoher Schaft gewährleistet darüber hinaus die nötige Stabilität für das Fußgelenk.

Je nach Beschaffenheit der Tour, sportlichem Anspruch und Kondition des Einzelnen empfehlen wir Wanderschuhe unterschiedlicher Kategorie. Die Hersteller klassifizieren ihre Bergschuhe oft in den Kategorien A (für leichte Touren und den multifunktionalen Einsatz am Berg) bis D (für anspruchsvolle Alpintouren – meist auf mit einer speziellen Auflage für Steigeisen). Wanderer, die auf mittelschweren Tagestouren unterwegs sind, sind in der Regel bei Wander- und Trekkingschuhen der Kategorie B gut aufgehoben.

Wasserdicht, atmungsaktiv, komfortabel

Entscheidend bei der Wahl des richtigen Wanderschuhs ist auch ob mit oder ohne Membran. Wanderschuhe mit wasserdichter Membran, wie zum Beispiel GORE-TEX, halten die Füße zwar zuverlässig trocken, sind aber auch nicht so atmungsaktiv und komfortabel wie zum Beispiel Schuhe mit Lederfutter. Schönwetter-Wanderer können also in der Regel auch zu membranfreien Schuhen greifen. Wenn du zu den Mehrtageswanderern gehörst, die bei unterschiedlichsten Bedingungen unterwegs sind, solltest du allerdings nicht darauf verzichten.

Braune Wanderschuhe

Die Passform des Wanderschuhs wird zu großen Teilen vom sogenannten Leisten bestimmt. Der Leisten ist eine Art „künstlicher Fuß“, über den der Schuh in der Produktion gefertigt wird. Die Leisten der unterschiedlichen Wanderschuhhersteller sind sehr verschieden. Deshalb kann es gut sein, dass dir die Schuhe einer Marke besonders gut und die einer anderen Marke gar nicht passen. Am besten du probierst und testest Wanderschuhe im Laden mit fachlicher Beratung. Leg deinen Probiertermin dafür auf den späten Nachmittag oder den Abend, denn über den Tag hinweg schwellen deine Füße in der Regel etwas an.

Ein gutes Paar Wanderschuhe wird dich über mehrere Jahre begleiten, trau dich hier also ruhig etwas tiefer in den Geldbeutel zu greifen und auch in gute Wandersocken und Pflegeprodukte für deine Schuhe zu investieren.

Video: Noch mehr Wandertipps für Anfänger

In Teil 2 unserer Mountain Tutorials empfehlen wir dir nächste Woche das passende Outfit für deinen Ausflug in die Berge.

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