Eco Fashion Guide: fair, organic und nachhaltig

Die Zeit, in der man bei Fair Trade Kleidung sofort an Ökomode denken musste, ist glücklicherweise vorbei. Heute springen viele bekannte Marken auf den Nachhaltigkeitszug auf – und das ist auch gut so. Oh, warte… ist denn nun nachhaltig gleich Fair Trade? Und was bedeutet eigentlich organic?
Sabrina ist eine echte Bergfexin

Dieser Beitrag ist in freundlicher Zusammenarbeit mit Sabrina entstanden.

Als Bergfexin und Outdoorenthusiastin bin ich wahnsinnig froh darüber, dass mittlerweile so viele Marken das Thema Nachhaltigkeit wichtig finden. Es wäre ja auch paradox, die Natur in Kleidung genießen zu wollen, die unter umweltschädlichen Bedingungen hergestellt wurde. Es ist allerdings nicht immer einfach, faire, organic und nachhaltige Mode zu erkennen und zu unterscheiden. Irgendwie würde man am liebsten alles in einen gemeinsamen Topf schmeißen. So einfach funktioniert das nicht, ich kann euch jedoch beruhigen: Wenn man die Basics kennt, ist es auch nicht besonders kompliziert.

Wäre Paradox: die Natur in Kleidung genießen, die umweltschädlich ist

Nachhaltige Mode: Recycling und Ressourcen schonen

Gerade im Outdoor- und Sportbereich tut sich momentan einiges – viele große und bekannte Marken setzen mit Recycling Kollektionen erste Schritte in Richtung Nachhaltigkeit. Beispielsweise die O’Neill Blue Kollektion – hier werden alle Teile aus recyceltem Kunststoff aus dem Meer hergestellt.

Es gibt auch das mittlerweile recht bekannte bluesign Zertifikat. Mit diesem Zertifikat wird garantiert, dass das Produkt unter umweltfreundlichen und sicheren Bedingungen gefertigt wurde. Im Outdoorbereich findet man das bluesign Zertifikat zum Beispiel bei Mammut, Haglöfs, Löffler, Patagonia, Salewa, Salomon… und vielen mehr.

Nachhaltigkeit in Bezug auf Kleidung bedeutet nichts anderes, als dass bei der Produktion auf einen niedrigen Ressourcenverbrauch (Wasser, Strom…) geachtet wird, im Idealfall keine neuen oder nur wenig neue Rohstoffe verwendet werden (Upcycling/Recycling) und schädliche Chemikalien weitgehend vermieden werden.

Sabrina liebt die Berge und nachhaltige Mode

Fair Fashion: faire Arbeitsbedingungen

Fair Fashion und Fair Trade sind mittlerweile Begriffe, die jedem schon mal untergekommen sind. Fair und nachhaltig hört man oft in Kombination. Meistens trifft das sogar zu, aber nicht immer. Bei Fair Fashion handelt es sich um Mode, die unter fairen Arbeitsbedingung hergestellt wurde. Hier geht es weniger um das Kleidungsstück, sondern viel mehr um die Menschen, die das Kleidungsstück herstellen.

Ein guter Indikator um festzustellen, ob ein Kleidungsstück unter fairen Bedingungen hergestellt wurde, ist das Fair Wear Foundation Zertifikat. Es werden damit Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Diskriminierung ausgeschlossen sowie vertraglich geregelte Arbeitszeiten, faire Entlohnung und sichere Arbeitsbedingungen garantiert. Marken wie zum Beispiel Salewa, Haglöfs, Picture, Schöffel, Deuter, Vaude, Ortovox, Odlo und Maier Sports haben sich der Fair Wear Foundation angeschlossen.

Dir ist noch nicht klar, wie die einzelnen Marken das umsetzen? Wir haben mit Picture gesprochen!  

Sabrina an einem Bergsee

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Organic Fashion: Mode in Bioqualität

Organic – also Kleidung aus Bioqualität – ist natürlich ein wenig schwieriger im Sportbereich zu verwirklichen. Gerade bei Funktionskleidung ist dies kaum umsetzbar. Oft wird im Sportbereich von Organic gesprochen, wenn es sich um umweltfreundliche Textilien handelt – hier wären wir dann streng genommen eigentlich wieder beim Thema Nachhaltigkeit. Es gibt neben dem bluesign Zertifikat auch noch den Öko-Tex Standard 100. Mit diesem Sigel wird eine gesundheitliche Unbedenklichkeit der Kleidung garantiert. Jedoch gibt es durchaus bei der Verwendung von tierischen Materialen (Daunen, Wolle, Leder) weitere Bio-Zertifizierungen, ebenso wie bei der Produktion von Baumwolle.

Marken wie Patagonia produzieren nachhaltig

Natürlich ist niemand perfekt und es gibt an jeder Ecke noch Dinge, die optimiert werden könnten – aber es ist schön, zu sehen, wie langsam ein Wandel in der Kleidungsindustrie stattfindet.

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