Rote Bete – Powerfood für Sportler und Healthy Living Fans

Rote Bete klingt eher nach Abendessen bei Oma als nach Fitness Food? Falsch gedacht. Denn Forscher und Spitzensportler setzen auf die knallroten Knollen – und das sollten Hobbyathleten und Freunde eines gesunden Lifestyles auch tun.
Rote Beete als Powerfood für Sportler

Rote Bete ist ein Powerfood. Sie ist nährstoffreich und dabei mit 43 Kalorien pro 100 Gramm kalorienarm. Sie pusht euch beim Sport, sorgt für einen strahlenden Teint und stärkt das Immunsystem. Denn in ihr steckt ein Feuerwerk an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien. Außerdem liefert sie Ballaststoffe, die euren Darm fit halten und den Stoffwechsel ankurbeln.

Rote Bete stammt aus dem Mittelmeerraum

Schon Hippokrates schrieb vor 2500 Jahren über die heilende Wirkung der Rübenart. Sie ist ein Wintergemüse, ihre Erntezeit beginnt im Juli und geht bis zum ersten Frost. Neben der roten Variante kennt man weiße und gelbe Sorten.

Betanine als Skincare Wunderwaffe

Ihren Namen verdankt die Wurzelrübe dem Pflanzenfarbstoff Betanin, der für ihre tiefrote Farbe sorgt. Betanine sind sekundäre Pflanzenstoffe, die im Körper eine Reihe wichtiger Funktionen erfüllen. Sie sorgen unter anderem für die antioxidative Wirkung der Knolle und gelten als Skincare Wunderwaffe. Die Antioxidantien schützen vor Zellschäden und sorgen für glatte Haut, kräftige Haare und Nägel.

Betanine geben der Roten Bete ihre kräftige Farbe
Betanine geben der Roten Bete ihre kräftige Farbe

Betanine unterstützen die Leber zudem beim Abtransport von Giftstoffen und beugen Entzündungen vor. Das enthaltene Vitamin C, Zink und Selen machen stark gegen Erkältungen und andere unangenehme Infekte.   

Tschüss, Eisenmangel und Bluthochdruck

Das in der Wurzel enthaltene Kalium ist wichtig für die Regulierung des Blutdrucks und mindert nachweislich das Schlaganfallrisiko bei Bluthochdruckpatienten. B-Vitamine, Eisen und Folsäure fördern die Blutbildung – das ist wichtig, falls ihr unter Eisenmangel leidet.

Rote Bete als Sportler Superfood

Die Bete ist aber nicht nur allgemein sehr gesund, verschiedene Studien belegen ihre leistungssteigernde Wirkung für Sportler.

So hat beispielsweise eine Forschergruppe der britischen University of Exeter rund um Studienleiter Prof. Andrew Jones festgestellt, dass Rote-Bete-Saft die Effizienz von Muskelarbeit verändern kann. Er sorgt dafür, dass Muskeln weniger Sauerstoff benötigen, um ihre volle Leistung abzurufen bzw. dass die Sauerstoffaufnahme der Muskeln erhöht wird. Dadurch arbeiteten Athleten ökonomischer und könnten ihre sportliche Leistung steigern, erklärt Jones. 

Rote Beete Saft

Krasse Leistungssteigerung bei Belastungstests

Andrew Jones und sein Team ließen ihre Studienteilnehmer dafür sechs Tage lang einen halben Liter Rote-Bete-Saft trinken und dann einen Belastungstest auf dem Fahrradergometer machen. Die Kontrollgruppe bekam im Placebo-Test Johannisbeersaft. Das Ergebnis: Das Team ‚Rote Bete‘ hielt im hochintensiven Bereich des Belastungstest rund 92 Sekunden länger durch als das Placebo-Team.

Wissenschaftler der „University of Western Australia“ belegen dieses Ergebnis. In ihrer Studie untersuchten sie Kajak-Leistungssportler. Die Probanden tranken dabei 140 Milliliter Rote-Bete-Saft und absolvierten dann ein Zeitfahren mit dem Kajak. Selbst bei den Leistungssportlern konnte auf einer Strecke von 500 Metern eine Leistungssteigerung von 1,7 Prozent nachgewiesen werden. Im Leistungsbereich kann das einen Medaillenplatz ausmachen.

Wie wirkt der Rote-Bete-Saft im Körper?

Das Geheimnis ist das in ihm enthaltene Nitrat (NO3), welches im Körper zunächst in Nitrit (NO2) und dann in Stickstoffmonoxid (NO) umgewandelt wird. Stickstoffmonoxid reichert das Blut mit Sauerstoff an, erweitert die Gefäße und verbessert dadurch die Durchblutung. Gleichzeitig verringert NO den Sauerstoffverbrauch der Muskeln und den Energiebedarf des Körpers bei sportlicher Belastung.

Pro-Tipp: Einige Tage oder punktuell ca. zwei bis drei Stunden vor dem Wettkampf zwei Rote-Bete-Shots trinken.

Rote Beete Salat

Aber sind Nitrate sicher?

Oft liest man, dass die Stickstoffverbindungen krebserregende Stoffe (Nitrite, Nitrosamine) entstehen lassen. Die WHO sieht laut aktueller Studien keinen Beweis, dass ein erhöhter Konsum von Nitraten das Krebsrisiko steigert. Nitrat ist in vielen Gemüsesorten enthalten. Wichtig ist, Nitrate nicht mit Nitriten zu verwechseln. Auch wenn unser Körper durch normale Stoffwechselvorgänge Nitrite bildet, kann eine zu hohe, direkte Aufnahme von ihnen für den Menschen giftig sein.

Nitratreiche Gemüsesorten wie Rote Bete solltet ihr möglichst kühl und dunkel lagern, da hohe Temperaturen die Nitritbildung ankurbeln. Wärmt sie außerdem nicht auf – wie bei Spinat!

Rezepte-Tipps für Rote Bete

Die Knollen sind sowohl roh als auch gegart essbar. Rote Bete passt super als Farbtupfer in den Salat. Hauchdünn aufgeschnitten und lecker mariniert ist sie die perfekte vegetarische Carpaccio-Alternative. Verfeinert doch mal euren Hummus mit Roter Bete – das ist nicht nur optisch ein Highlight. Smoothies gibt sie eine süßlich-erdige Note.

Hummus mit Roter Beete

Tolle Rezeptideen und viel Inspiration findet ihr auch auf Instagram unter den Hashtags #beetroot und #rotebete.

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