Kurkuma für Sportler: Superfood oder nur ein Trendgewürz?

Goldene Milch, Kurkuma Porridge, Turmeric Shot – die Kurkuma erobert aktuell Cafés, Instagram und die Herzen der Superfood-Fans. Entgiftend soll sie wirken, Gesundheit und Verdauung unterstützen sowie natürlich auch schön und schlank machen. Ein neuer Stern am Superfood-Himmel quasi. Doch was ist dran am Kurkuma-Trend und was kann das Gewürz wirklich?
Kurkuma Pulver in einer Schale
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Die Kurkuma, auch Gelber Ingwer, Safranwurz, Gelbwurzel, oder Curcuma genannt, ist ein Ingwergewächs aus Südasien. Man kann sie, wie den hierzulande bekannten Ingwer, in getrockneter Form als Gewürz nutzen oder die frische Knolle verwenden. Neu ist die Kurkuma übrigens ganz und gar nicht: In Indien wird das Gewürz bereits seit 4.000 Jahren zum Kochen und als ayurvedisches Heilmittel verwendet, das reinigend und energiespendendr wirken soll. Ein Detoxmittel aus der Bronzezeit sozusagen. Hierzulande stand die Kurkuma allerdings bis vor kurzem im Schatten des Ingwers.

Zu Unrecht: Denn auch, wenn sie sich ähnlich sehen, unterscheiden sich die beiden Knollen deutlich im Geschmack. Während der Ingwer für ihre charakteristische Schärfe bekannt ist, sorgt die etwas kleinere, gelblichere Kurkuma für ein milderes, würziges Aroma. Doch Vorsicht: Auf die Dosierung kommt es an. Zu viel des gelben Gewürzes bringt einen leicht bitteren Geschmack mit sich.

Kurkuma als Knolle und Gewürz
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Superfood: Ist Kurkuma gesund oder schädlich?

Kurkuma sei das gesündeste Lebensmittel der Welt, behaupten derzeit einschlägige Gesundheitsratgeber, Ernährungsblogs und Influencer. Ist Kurkuma also wirklich die neue Wunderwurzel? 4.000 Jahre Ayurveda Medizin können nicht irren – das bestätigt zumindest der aktuelle Forschungsstrand. Denn auch wissenschaftliche Studien belegen die positiven Effekte der Kurkuma, oder vielmehr ihres Inhaltsstoffes Curcumin, auf die Gesundheit.

Curcumin wirkt sich der Forschung zufolge nicht nur positiv auf Magen und Darm aus, sondern hat sich unter anderem auch als krebs- und entzündungshemmend, als vorbeugend gegen Alzheimer sowie als Schutz bei Atemwegserkrankungen herausgestellt und kann die Symptome des prämenstruellen Syndroms lindern.

Superfood Kurkuma
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Curcumin als Schönheitsmittel: weiße Zähne, reine Haut, flacher Bauch

Superfood wäre nicht Superfood, wenn es nicht auch Effekte in Sachen Beauty hätte:

1. Kurkuma macht einen flacheren Bauch. Natürlich bedeutet das nicht, dass man dadurch wie von Zauberhand abnimmt. Vielmehr sorgt der verdauungsfördernde Effekt dafür, dass Blähbauch und Co. passé sind.

2. Kurkuma kann die Haut reiner machen. Das liegt unter anderem an ihren entgiftenden Eigenschaften, denn eine gesunde Leber und ein gesunder Darm haben unmittelbare Auswirkung auf das Erscheinungsbild der Haut.

3. Kurkuma ist ein natürliches Bleaching-Mittel für die Zähne. Gelbes Pulver für weißere Zähne? Klingt komisch, klappt aber tatsächlich. So funktioniert’s: Je einen Teelöffel Kokosöl und Kurkuma mischen und optional etwas Natron, Salz, Xylitzucker und für frischen Geschmack etwas Minzöl hinzufügen. Mit dieser Masse regelmäßig die Zähne putzen, fünf Minuten einwirken lassen und ausspülen. Die antientzündliche Wirkung der Kurkuma kann außerdem empfindliches Zahnfleisch beruhigen. Achtung: Während diese Prozedur deine Zähne aufhellt, verfärbt sie deine Zahnbürste gelblich.

Kurkuma Latte , ein Power Drink im Herbst
Kurkuma Latte | Photo by Kaffee Meister on Unsplash

Kurkuma für mehr Power beim Sport

Auch in Sachen Sport wird die Kurkuma ihrem Ruf als Superfood gerecht. Der Grund: ihre antioxidativen und antientzündlichen Effekte. Zum einen wirkt sie dadurch vielen Erkrankungen und Entzündungen entgegen. Zum anderen kamen Forschungsgruppen aus den USA und Japan zum Ergebnis, dass diese Eigenschaften des Curcumins die Muskel-Regeneration beschleunigen und die Gesundheit der Gefäße unterstützen. Versuche im Labor zeigten, dass die Regeneration bis zu achtmal erhöht ist. Kurkuma kann dadurch auch zur Linderung eines Muskelkaters beitragen.

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Nebenwirkungen: Wann ist Kurkuma schädlich?

Wie bei allen Lebensmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln kommt es auch bei Kurkuma auf die richtige Dosis an. Bei normalem, täglichem Konsum muss man nicht mit Nebenwirkungen rechnen, übermäßig hoher Verzehr kann allerdings zu Magen-Darm-Beschwerden führen. In diesem Fall solltest du die Dosis verringern oder mit einem Arzt sprechen. Ärztliche Rücksprache ist außerdem bei Schwangerschaft oder unter der Einnahme von Medikamente wie beispielsweise Blutverdünnern empfehlenswert. In der Regel sind bis zu 3 Gramm Kurkuma am Tag, vorzugsweise in Bio-Qualität, unbedenklich. Für den größtmöglichen Effekt sollte Kurkuma in Verbindung mit einem Teelöffel Öl und einer Prise schwarzem Pfeffer eingenommen werden – nur so kann der Körper es richtig verwerten.

Kurkuma Shot zum Frühstück
Kurkuma Shot | Photo by Osha Key on Unsplash

Rezept Tipp: Kurkuma-Shot zum Start in den Tag

Neugierig geworden auf die Wunderwurz? Dann versuche es doch einmal mit einem Kurkuma-Short als Wachmacher zum Frühstück. So funktioniert’s: Den Saft einer halben Zitrone und einer Orange mit einem Teelöffel Pflanzenöl, je 2cm Kurkuma und Ingwer (alternativ: je ein Teelöffel Pulver), etwas schwarzem Pfeffer und Zimt wie einen Smoothie im Mixer zubereiten. Wer es etwas süßer mag, kann etwas Honig oder Agavendicksaft zugeben.

Tipp: Für ein paar Tage im Voraus zubereiten und in einer Flasche im Kühlschrank aufbewahren.

Mit einer Runde Detox Yoga im Anschluss bist du fit für den Tag!

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