Henning Heide: Made for more than Running

Kreativ, engagiert, aktiv, innovativ – Henning Heide ist einer, der nicht an Grenzen glaubt und die Dinge anpackt. Henning Heide ist MADE FOR MORE.
Henning Heide Workout

Henning Heide ist Läufer aus Hamburg. Es dabei zu belassen wäre, als würde man nur den ersten Satz seiner Geschichte erzählen. Henning Heide ist Fotograf, Vater, Ehemann, Gründer der Laufgruppe Tide Runners, Mitglied des Fanclubs Ultras St. Pauli, Functional Fitness Fan, Kletterer, Bierbrauer, Entwickler eines Sportgels und Outdoor Fanatic. Wenn es eine Idee in seinen Kopf geschafft hat, macht er daraus Taten.

Ich bin durch zwei Szenen sozialisiert: Hiphop und Straight Edge Hardcore, was schon immer bedeutete anzupacken statt lange zu warten, dass irgendjemand anderes etwas macht.
Henning Heide Fotograf

Motivator und Organisator statt Mitläufer

21 Uhr, Mittwochabend an der Elbe, typisches Hamburger Wetter, Regen steil von vorne. Hier findet man ein Beispiel par excellence, wie Henning Heide Dinge macht. Etwa 60 Leute warten auf den wöchentlichen Startschuss für den Run durch die Hansestadt. 60 Leute – am Anfang waren es gerade einmal neun. Neun Freunde, die Henning immer wieder in den Ohren lagen, wann sie denn endlich mal ein Bier trinken gehen. Henning dachte, warum nur Bier trinken? Warum nicht erst zusammen Sport machen und dann noch einen heben? Die Laufgruppe ohne Dogmen, ohne Ernährungsprogramm, ohne Bestzeiten und nur für den Spaß war geboren.

„Ich glaube, die Menschen sehen, dass ich an bestimmten Dingen viel Spaß habe und möchten dann manchmal Teil davon sein. Bei der Laufgeschichte haben wir vermutlich auch noch einen guten Nerv getroffen“, erklärt Henning.

Ich fand es schon immer gut, andere Leute zum Sport zu bringen, zu motivieren, bei der Stange zu halten und Teil ihrer Lebensveränderung zu sein.

Das klinge vielleicht pathetisch, meint Henning. „Aber in dem Moment, wo einer mit mir gemeinsam seinen sportlichen Weg geht, freue ich mich, diesen positiven Input geben zu können.“ Menschen und der Spaß an der Sache sind sein Antrieb. Um all das schaffen zu können, was er will und braucht, entgrenzt Henning sein Leben. Grenzen sind nicht sein Ding.

Schnittmengen statt Kontroversen

In seinem Leben gebe es keine Dinge, die konträr laufen, erklärt er. „Ich geb‘ mir immer Mühe, dass die Dinge organisch ineinander greifen und dass alles irgendwie Sinn macht. Dass die Arbeit mit dem Sport zusammenpasst, dass die Familie sich nicht mit anderen Dingen komplett widerspricht.“ Das schaffe er, in dem er die verschiedenen Lebensbereiche nicht isoliert betrachte. „Ich versuche immer, dass die jeweiligen Eckpunkte, die sich bei vielen Leuten wiedersprechen, ineinander greifen und Teil des Anderen sind.“ Vielleicht ist das sein Geheimnis, alles zu schaffen.

Dynamik statt Routine

Bouldern mit seinem Sohn, zusammen mit der Familie zum St. Pauli Spiel, Fotografieren beim Lauf durch die Hafen City. Wie ein Teilchenbeschleuniger potenziert er dabei seine Energie. Für Henning Heide gilt scheinbar: Je mehr er macht, umso mehr kann er machen. Stillstand und Routine – nicht auszuhalten. Sein Job verändert sich jeden Tag. Sein Sportprogramm ist niemals dasselbe. Seine Idee von „was kann ich mit der Familie machen“ ist immer im Fluss. Nicht einmal die Tide Runners wissen, wohin sie die 15 Kilometer durch die Nacht führt, wie viele Treppensprints, Klimmzüge oder Balanceakte auf sie warten.

Henning Heide Runner

„Egal wo, ob im Job oder bei den Tide Runners, mir ist wichtig, dass man Dinge macht, die sich dann auch wieder schnell verändern. Ich hab auch an Sachen, die gut liefen, mal einen Haken gesetzt. Ich finde, egal wie gut die Sachen funktionieren, man sollte sie manchmal beenden, bevor sie langweilig werden.“

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