Frida Mindt: Made for more than Triathlon

Job, Kinder, Triathlon, Blog – Frida Mindt ist die Art Mensch, den man dafür bewundert, dass er so viele Dinge gleichzeitig unter den Hut bekommt und dabei auch noch stets cool aussieht. Frida Mindt ist MADE FOR MORE.
Frida Mindt

Gekonnt posiert Frida Mindt im Fotostudio ihres Freundes in Hamburg. Oder nein, viel mehr als das: Jede Bewegung sieht natürlich aus, irgendwie selbstverständlich. Sie gibt lässige Haltungen vor, bietet Gesichtsausdrücke an, wechselt sie in schneller Folge. Ihr Gesicht ist besonders, genau wie ihr Style. Frida ist entspannt. Fotografiert zu werden, ist nichts Neues für die Bloggerin. Sie wirkt zugleich selbstbewusst, freundlich und zurückhaltend. Sie steht im Mittelpunkt des Shootings, aber sie scheint es nicht zu brauchen. Ihre Ausstrahlung? Nordisches Understatement.

Multitalent vor und hinter der Kamera

Fragt man die 32-Jährige, was sie im Leben so tut, sagt sie: „Ich bin in erster Linie die Mama von drei Kindern.“ Sie hat einen Sohn und zwei Zwillingsmädchen. Aber sie ist nicht nur Mutter – sie hat Kunstgeschichte studiert, arbeitet in einer Werbeagentur, verfolgt eigene Fotoprojekte und steht dabei sowohl vor der Kamera als auch dahinter. Sie liebt es, wenn sie bei Shootings Ideen einbringen kann, das optische Konzept mitgestalten. Wenn sie, wie sie sagt: „Bilderwelten entstehen lassen kann“.

Frida Mindt Buchhandlung

Frida ist wenn, man so will, eine Art Samplerin: Sie macht von vielem etwas, damit ihr Leben abwechslungsreich bleibt – wie ein buntes Muster. Und dabei kommt es vor allem auf die Kombi an und darauf, alles irgendwie unter einen Hut zu bekommen. Sie steht auf Ausdauersportarten wie Laufen und Fahrradfahren, macht aber auch Yoga und Pilates. Zugleich liebt sie Fotografie, Mode, Kultur – und „alles, was das Leben schöner macht.“ Warum sich auch für nur eine oder zwei Leidenschaften entscheiden?

I am not just a triathlete, I am a styling blogger, yogi, art lover, mom of three kids, model, runner and cyclist.

Bloggerin, Model, Athleisure-Fashionista

Styling-Bloggerin wurde Frida mit 24, als sie Mutter wurde. Sie war die einzige in ihrem Umfeld, die so früh ein Kind bekam. Plötzlich hatte sie all diese Zeit Zuhause, während die anderen ihr Studienleben lebten. Wenn ihr Sohn im Bett war, surfte Frida im Netz. Irgendwann fasste sie sich ein Herz, baute eine eigene Website auf und legte los.

Frida Mindt ist Kunstliebhaberin

Zusammen mit einem befreundeten Fotografen machte sie Aufnahmen, sammelte Futter für ihren Blog und ließ ihre Bilder sprechen. Mit Erfolg. Auch deshalb, weil sie ihren ganz eigenen Zugang hatte. Vielleicht kommt es daher, weil sie so unabhängig aufgewachsen ist: Bullerbü-mäßig, wie sie selbst erzählt, in einem 100-Seelen-Dorf bei Lüneburg. Schon als Teenagerin hatte sie dort ihren eigenen Style, zog lieber unisex Skaterklamotten an als Miniröcke.

Das ist bis heute so geblieben – nur das Dorf hat sie gegen Hamburg getauscht. Frida liebt das Spiel mit Stilbrüchen und Stylingtwists. Ihr Look ist ein bisschen boyish, ein bisschen extravagant und drückt ihre Persönlichkeit aus. Bei aller Liebe zur Mode müssen Fridas Outfits vor allem aber auch alltagstauglich sein – schließlich ist sie mit ihren Kindern oft auf dem Spielplatz und viel mit dem Fahrrad unterwegs. Deshalb freut sie sich auch, dass Funktionsklamotten längst Teil des urbanen Streetstyle sind. „Ich glaube, das hat auch damit zu tun, dass Stadtmenschen heute so mobil unterwegs sind“, sagt sie, die seit zwölf Jahren in Hamburg lebt.

Frida Mindt shopping

Und noch eine Beobachtung hat sie gemacht: Dass die Mode nicht nur funktionaler wird, sondern sich auch das Gender-Denken aufzulösen beginnt. „Man sieht es schon jetzt auf den Laufstegen, wo man genau hinsehen muss, ob das Model ein Mann ist oder eine Frau“, sagt sie. „In zehn, zwanzig Jahren“, glaubt Frida, „gibt es keine Frauen- und Herrenkollektionen mehr.“ Sie grinst. „Wir werden uns in der Mitte treffen – und jeder darf alles tragen. Egal, ob Mann oder Frau.“ Sie findet das gut. Es trägt zur Entspannung bei. Die würde sie sich heute schon bei manchen Sportkollektionen wünschen, die für ihren Geschmack im Damenbereich immer noch zu oft mit Pink, Lila oder Rot daher kommen.

Triathletin und soon-to-be Marathoni

Welche Rolle Sport in ihrem Leben spielt? Sie sei schon als Kind gern gelaufen, erzählt Frida. So richtig wieder eingestiegen ist sie aber erst, nachdem ihre Zwillingsmädchen auf der Welt waren. Und es war nicht der sportliche Ehrgeiz, der sie antrieb, sondern eher die Freude, dass da noch mehr geht. Dass es immer leichter wird, wenn man den Schweinhund erst einmal überwunden hat. Irgendwann dachte sie: „Laufen? Kann ich. Fahrradfahren? Kann ich. Schwimmen… warum nicht mal die Herausforderung annehmen?“ So kam sie zum Triathlon.

Frida Mindt laufen
"Man ist ausgeglichener, kann nicht so schnell auf 180 gebracht werden, fühlt sich wacher und hat weniger Lust auf Süßigkeiten."

Heute schwärmt sie von dem Gefühl, das sie damals hatte, als sie zum ersten Mal durchs Ziel gelaufen ist. „Wenn man durchs Ziel kommt, da kann kein Runner’s High mithalten. Beim Triathlon ist das nochmal eine Stufe höher. Man ist unfassbar stolz, dass man das durchgezogen hat.“ Gerade erst hat sie sich außerdem für ihren ersten Marathon angemeldet. Hauptsache, Es bleibt bunt: „Ich bin einfach mehr als nur Mama und ich bin mehr als nur Mode und Styling, Stylistin und Modebloggerin. Ich laufe und mache ein bisschen Triathlon und ziehe einfach aus all meinen Interessen und Leidenschaften mein Leben.

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