Digital Detox in einem der glücklichsten Länder der Welt: Costa Rica

Einfach mal das Handy weglegen und dem Meeresrauschen im Nationalpark Manuel Antonio lauschen. Die türkise Lagune des Volcán Poás betrachten und dabei die Eindrücke nicht in den sozialen Medien teilen: Das bedeutet Digital Detox. Für manche mag das schon eine Überwindung darstellen. Wer sich aber auf das Experiment einlässt, wird belohnt: mit ganz neuen Erfahrungen für Körper, Geist und Seele.
Wasserfälle in der Catarata Nauyaca in Dominical, Costa Rica
Baden unter Wasserfällen – zum Beispiel in der Catarata Nauyaca in Dominical.

Schon am Flughafen ist das Schild mit dem leuchtend grünen Frosch kaum zu übersehen: „kölbi“ ist einer der bekanntesten Mobilfunkanbieter Costa Ricas. Schon für wenig Geld erhält der digitale Urlauber bei diesem und zahlreichen anderen Anbietern eine Mobilfunkkarte. Den Reisenden fällt es so nicht gerade leicht, auf Internet und Telefon zu verzichten. Die Versuchung ist groß, die atemberaubende Flora und Fauna des kleinen Landes sofort online zu mit der Welt zu teilen.

Auch die Vorstellung, ständig mit den Freunden zu Hause verbunden zu sein, klingt verlockend. Besonders auf längeren Reisen kommt zwischendurch das Heimweh, da kann das Reiseziel noch so schön und das Wetter noch so perfekt sein. Aber: Wer nichts loslässt, hat die Hände nicht frei für neue Dinge. Wer gedanklich zu Hause bleibt, kommt nicht richtig an.

Mehr zum allgemeinen Nutzen von Digital Detox erfährst du in unserem Blogartikel „Offline sein“.

Beide Hände frei für Costa Rica

Es lohnt sich also, geradewegs am Schild mit dem grünen Frosch vorbeizulaufen. Draußen vor dem Flughafen nämlich wartet das wahre Leben der Ticos, wie sich die Costa Ricaner selbst nennen. Natürlich klingt das nach einer großen Herausforderung: Man muss sich ohne digitales Wörterbuch und Google Maps erst einmal in dem fremden Land zurechtfinden. Aber wer das wagt, erhält die Gelegenheit für das Abenteuer seines Lebens. Die Chance, das Land mit seiner Kultur ohne jeglichen Einfluss von außen kennenzulernen.

Ohne Handy in Costa Rica zurechtzukommen, ist gar nicht so schwer. Auch Touristen ohne Spanischkenntnisse können sich hier einfach verständigen. Es gibt einen Ausdruck, der für jede Lebenslage passt: „Pura Vida!“ – Leben pur! Egal, ob zur Begrüßung oder als Antwort auf ein „Wie geht es dir?“. Diese Redewendung verkörpert das Lebensgefühl der Ticos: Das Leben genießen so gut es geht. Damit kommt der findige Urlauber schon ganz gut durch und lernt vielleicht sogar noch was dazu.

Auch geübte Spanisch-Sprecher können noch einiges lernen. Die Einwohner Costa Ricas benutzen in ihrem Spanisch einige ganz eigene Worte, die in keinem anderen Land üblich sind. Google Maps kann mit solchen Erfahrungen nicht aufwarten. Und eins ist sicher: niemand kennt Costa Rica besser als die Costa Ricaner  auch das Internet nicht. Sie geben die besten Empfehlungen für Restaurants und sie kochen die besten typischen Gerichte, wie Gallo Pinto oder Casado zum Beispiel.

Traditioneller Tanz in Costa Rica
Traditioneller Tanz in Costa Rica.

Die Erkenntis von Digital Detox

Ohne das Handy zur Hand verpasst man Dinge. Das bleibt unvermeidbar. Das echte Leben bietet keine Bewertungen auf Google. Ohne die Whatsapp-Gruppe der Rucksacktouristen musst du vielleicht alleine wandern gehen. Warum aber auch das eine Bereicherung sein kann, zeigen wir in unserem Blogartikel „Alleine wandern – warum eigentlich nicht?“.

Durch die ständige Angst, etwas zu verpassen, übersieht man leicht das Wesentliche. Spaziere an den paradiesischen Stränden Costa Ricas entlang, genieße den Augenblick. Besteige Vulkane, beide Hände frei zum Klettern. Bade unter Wasserfällen, ohne Angst um das Handy. Besichtige das quirlige San José, lauf einfach drauf los. So entdeckst du Ecken, die dir das Netz nicht zeigt

Und danach? Entspannen im Parque la Sabana! Und das, ohne an die Anzahl der „Gefällt mir“-Klicks vom letzten Bild auf Instagram zu denken. Stattdessen sind die Gedanken bei den Abenteuern des Tages. Costa Rica, mit all seinen Facetten, hat die volle Aufmerksamkeit seiner Besucher verdient.

Handy aus, Welt an!

Das Wichtigste für einen unvergesslichen Aufenthalt in Costa Rica: Seine Besucher müssen sich auf dieses Land einlassen. Das funktioniert viel besser, wenn das Handy zu Hause liegt. Oder zumindest im Hotel. Handy aus, Welt an! Pura Vida genießen. Natürlich muss man nicht komplett auf das Mobiltelefon verzichten. Aber bewusstes Nutzen ist schon mal ein Schritt in Richtung Digital Detox und kann einen richtigen Unterschied machen. Und ganz ehrlich: Die Fotos von der Reise zeigt man seinen Freunden doch sowieso am liebsten gemeinsam zu Hause.

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