On Cloudflyer Relay – die Herausforderung

David Schönherr hat den brandneuen ON Cloudflyer während eines Staffellaufs von Konstanz nach Flensburg auf Herz und Nieren getestet. So erging es ihm beim Rennen durch die Nacht mit dem neuen Running-Schuh – samt Müdigkeit und Navigationsproblemen.
ON Cloudflyer weiß blau

1232 km, 45 Läufer, 100% Emotionen. Mit dabei: Unser SportScheck Team um Running-Profi David Schönherr. Insgesamt nahmen fünf Staffeln teil, die über knapp fünf Tage die Strecke von Konstanz nach Flensburg bewältigen sollten. Mehr über diese Extremchallenge erfährst du im folgenden Recap von David. Sein Fazit zum Cloudflyer findest du am Ende des Beitrags.

Die Sportscheck Crew bestand aus acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern, die das Segment von Bielefeld nach Hamburg übernehmen durften. Wir teilten die Strecke in Teilstücke von acht bis 24 Kilometer auf, sodass wir immer etwas Zeit zwischen den Läufen hatten, um uns ausruhen zu können. Allerdings kam die nicht zu unterschätzende Aufgabe des Navigierens auf dem Rad hinzu, welches die Challenge unerwartet spannend und noch anstrengender machte. Es wurden fast alle Untergründe von knallhartem Asphalt bis unebenen Waldboden gelaufen, sodass wir einen guten Eindruck von der Vielseitigkeit und den Eigenschaften des ON Cloudflyers bekamen. Die größte Herausforderung war dabei gar nicht die Streckenlänge, sondern vor allem der Kampf gegen die Müdigkeit und die anspruchsvollen Trail-Abschnitte in der absoluten Finsternis. Zum Glück begleitete und verpflegte uns das ON Team bei der gesamten Challenge und hielt uns bei Laune. Sie platzierten sich an gut erreichbaren Stellen und unterstützen uns lautstark mit Musik, Pyro-Technik und euphorischen Anfeuerungsrufen.

Team SportScheck beim ON Cloudflyer Relay
Team SportScheck
SportScheck Mädels beim ON Cloudflyer Relay
Ready to rumble!
ON Cloudflyer white coral Damen
Damen
ON Cloudflyer black white Herren
Herren
ON Cloudflyer grey orange
Herren

Müde und von der Strecke abgekommen

Dass bei einer solchen Herausforderung nicht alles wie geplant läuft, ist nicht überraschend, aber zerrt an den Nerven. Auf einem geplanten 12 km-Teilstück, das wir um Punkt 1 Uhr nachts in Angriff nahmen, sollte ich unsere Gewinnspielsiegerin Lavinia navigieren. Als wir die Weser überquerten und einer nicht eingeplanten, großen Baustelle ausweichen mussten, kamen wir unbemerkt vom Weg ab und entfernten uns vom anvisierten Checkpoint. Die Navigations-App ist automatisch auf eine alternative Route umgesprungen, die zwar nach Hamburg, aber nicht zu besagtem Checkpoint führte… Ich hatte nicht bemerkt, dass wir die offizielle Strecke verlassen hatten und versuchte, Lavinia auf den vermeintlich letzten Kilometern zu motivieren, das Tempo hoch zu halten, um Zeit gut zu machen. Die Strecke verlief durch einen verlassenen Campingplatz, dunkle Wälder und über unbefestigte Wege entlang der Weser in einer sternenklaren Nacht.

Als ich 14 km auf dem Tacho hatte und kein Ziel in Sicht war, schickten wir unseren Live-Standort in die Gruppe und wurden direkt informiert, dass wir auf der anderen Seite des Flusses vom Weg abgekommen sind und noch 7 km zum nächsten Checkpoint, der sich an einer Tankstelle befand, entfernt waren. Mich plagte ein ziemlich schlechtes Gewissen und ich bot Lavinia an, dass ich die zusätzliche Laufstrecke übernehmen könnte. Doch Lavinia lehnte ab und beschloss, auch die nächsten 7 km mit Vollgas Richtung Norden zu laufen!

ON Cloudflyer Relay Nachtlauf
Auf Abwegen durch die Nacht

Zum Glück kamen wir bald von der Trail-lastigen Waldstrecke auf eine große Straße, die in der Dunkelheit deutlich dankbarer zu laufen war. Der ON-Bulli kam nach einigen Metern dazu, leuchtete uns mit Fernlicht die einsame Straße aus und reichte uns Getränke und Riegel zur Stärkung. Als wir nach 21 km und 1:37 Stunden den Checkpoint erreichten, waren wir mehr als erleichtert. Allerdings musste ich mich dann auch schnell bereit für den nächsten Laufabschnitt machen.

Es geht an die Substanz

Nach diesem Navigations-Missgeschick meinerseits stand für mich um 3.30 Uhr in der Nacht von Samstag auf Sonntag die härteste Aufgabe an: ein 24 km-Lauf durch den Wald. Relativ optimistisch lief ich in 3:40 min/km los, aber die Trailwege desillusionierten mich schnell und ich begriff, dass es jetzt nicht mehr um eine schnelle Zeit, sondern um das reine Ankommen ging. Mein Kreislauf machte mir zu schaffen und ich merkte, dass sich mein Körper gegen sportliche Höchstleistungen zu dieser Uhrzeit wehrte. Ich nahm weiter etwas Tempo raus und war froh, als wir nach vielen Kilometern im Wald auf eine asphaltierte Straße kamen. Dort wurden wir zum Glück von der ON Crew verpflegt und ich genoss einen großen Schluck gekühlte Cola, die meinen Kreislauf etwas belebte.

Verpflegung beim ON Cloudflyer Relay
Cola bringt den Kreislauf wieder in Schwung

Bis zum nächsten Checkpoint lief es dann auf einer gut beleuchteten Strecke besser und ich war heilfroh, dass ich die läuferische Nachtschicht ohne Blessuren überstanden hatte. Allerdings war mein Kreislauf noch mehrere Stunden ziemlich im Keller und ich war beruhigt, dass ich nun erstmal etwas essen und mich ausruhen konnte, bevor mein nächster Lauf anstehen würde.

Yeah: Finishline in Hamburg

So kämpften wir uns trotz Müdigkeit und Unwegsamkeit Richtung Hamburg. Je härter und schwieriger es wurde, desto mehr ist das Team zusammengewachsen und das Gefühl von Zusammenhalt stieg nach jedem gelaufenen Teilstück. Als wir dann endlich in Hamburg um 15.30 Uhr völlig übermüdet und kraftlos ankamen, waren wir überglücklich, es geschafft zu haben. Starkregen und ein ziemlich unerwarteter Temperatursturz konnten unsere Laune nur kurzzeitig drücken.

Insgesamt war es einfach ein Abenteuer, welches man sonst wohl nie erleben würde. Sicherlich lief nicht alles optimal und die Planung war nicht perfekt, aber vielleicht hat gerade dies dazu geführt, dass wir als Team gewachsen sind und es zu einer wirklich besonderen Herausforderung wurde. Die positive Dynamik in unserem Team hat mich schwer beeindruckt! Vielen Dank an das Team von ON, das uns grandios unterstützt hat und diese Challenge erst möglich gemacht hat.

Trails inklusive beim ON Cloudflyer Relay
Ankunft in Hamburg beim ON Cloudflyer Relay
Endlich in Hamburg!

Der Cloudflyer: Ein Ass auf Asphalt

Der ON Cloudflyer überzeugte uns durch seine hohe Stabilität, ohne an Leichtigkeit und Wendigkeit einzubüßen. Technische Details wie eine innovative Schnürung mit Zuglaschen im Vorfußbereich, ein extra weich gepolsterten Schaft und eine anpassungsfähige, V-förmige Fersenkappe machen den ON Cloudflyer zu einem wahren Komfort-Laufschuh. Die energieeffiziente und reaktionsschnelle Schaumstoffpolsterung „Helion“ vermittelt ein angenehmes Dämpfungsgefühl, welches vor allem für längere Strecken auf Asphalt schützend wirkt.

Dabei ist der Schuh mit einer geringen Sprengung von 7mm und einem federleichten Gewicht von 285g für einen Stabilschuh ungewöhnlich agil und dynamisch. Die Polymer Platte zwischen der CloudTec-Mittelsohle und dem Oberschuh lässt eine hohe Energierückführung zu und es lässt sich somit bei jedem Schritt Energie sparen.

ON Cloudflyer black white Damen
Damen
ON Cloudflyer white blue Herren
Herren
ON Cloudflyer wp Damen
Waterproof

Wie schon beim ON Cloudflow ist es mir mehrfach passiert, dass sich kleine Steinchen in den Clouds verfangen haben. Auf den Trails hat der Cloudflyer aber überraschend gut funktioniert und ich hatte auch auf unebener Strecke immer einen sicheren Halt im Schuh. Allerdings ist das atmungsaktive Mesh Material wenig wasserabweisend und ich bekam in den frühen Morgenstunden im hohen Gras schnell nasse Füße. Für solche Strecken und Begebenheiten wäre die Waterproof-Variante oder der ON Cloudventure sicherlich die bessere Wahl.

Die große Stärke des Cloudflyer liegt weniger auf dem Trail als auf Asphalt – er ist meiner Meinung nach ein idealer Schuh für alle, die hauptsächlich in der City oder auf ebenen Wegen unterwegs sind. Egal, ob kurzer After-Work-Run oder Marathon.

David Schönherr beim ON Cloudflyer Relay
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