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Im Regen tanzen? Nein, joggen! – Laufen bei Regen & Wind

10 Tage Regenwetter – trotzdem willst du nicht aus der Laufroutine kommen? Nicht gleich ein Grund, deine Pläne zu verwerfen, denn: Mit der richtigen Vorbereitung kannst du auch gut bei Regen & Wind joggen gehen. Du willst wissen, wie du dich optimal auf solch widrige Wetterbedingungen vorbereiten kannst? Dann lies weiter.

AM 14.09.2022

Laufen bei Regen und Wind

Laufen im Regen - was du davon hast?

Es hört sich erst einmal komisch an, aber Laufen bei schlechtem Wetter hat tatsächlich den ein oder anderen Vorteil. Wenn du die untenstehenden Tipps beachtest und dich optimal darauf vorbereitest, kannst du beim Laufen im Regen dein Immunsystem stärken. Außerdem hast du die heißgeliebte Laufstrecke, die sich bei Sonnenschein nur so von Gleichgesinnten tummelt, bei schlechtem Wetter oft (fast) für dich alleine. Sieh es zudem als mentale Herausforderung an: du überwindest innere Grenzen und härtest dich gleichzeitig für Extrembedingungen bei möglichen Wettkämpfen ab...

Die wichtigsten Tipps zur Bekleidung

Oberbekleidung

Bei kaltem, regnerischem Wetter solltest du dich dennoch nicht zu warm anziehen, denn dann schwitzt du noch schneller und deine Muskeln laufen schnell Gefahr, zu verkühlen. Hier gibt es die Faustregel, sich tendenziell -10 Grad kälter anzuziehen als bei nicht-sportlicher Aktivität bei gleichem Wetter. Am besten du greifst hier auf das allseits bewährte Zwiebelprinzip zurück, denn dann kannst du bei Bedarf jederzeit eine Schicht unterwegs ausziehen:


  1. First Layer: Für die Innenschicht verwendest du feuchtigkeitsregulierende Funktionsunterwäsche.
  2. Second Layer: Die Zwischenschicht sollte für Wärme und ebenso Feuchtigkeitsregulierung sorgen. Hier kannst du, je nach Temperatur unterschiedlich dicke Laufshirts oder Laufsweats hernehmen. Bei kälteren Temperaturen kannst du auch mehrere Zwischenschichten tragen, und bei Bedarf unterwegs eine ausziehen.
  3. Third Layer: Für die sogenannte Wetterschicht sind ein guter Feuchtigkeitstransport sowie wind- und wasserdichte Eigenschaften wichtig. Hierzu gibt es super geeignete, hochwertige Laufjacken, die u.a. mit Materialien wie GoreTex ausgestattet sind. Spezielle Winter-Laufjacken, die gefüttert sind, können zusätzlich an den richtigen Stellen noch Wärme spenden.

Hier noch ein paar Tipps zur Wahl der richtigen Laufjacke:


  • Checke die Wassersäule, um auszumachen, wie wasserdicht die Jacke wirklich ist. Faustregel: ab 800 mm ist die Jacke wasserabweisend; ab 1400 mm in jedem Fall wasserdicht
  • Überprüfe die Jacke auf Atmungsaktivität, denn gerade auch bei Regen sollte sich so wenig Schweiß wie möglich „anstauen“, um den Körper vor zusätzlicher Auskühlung zu schützen. Hierzu kannst du den RET-Wert zu Rate ziehen: Bei einem RET-Wert <6 ist die Jacke atmungsaktiv
  • Schaue auf jeden Fall auch, dass deine Jacke winddicht ist, damit deine Muskeln länger warm bleiben


Laufjacke für Regen und Wind

Tights

Achte bei deinen Lauftights darauf, dass sie wind- und wasserdicht bzw. -abweisend sind. Es gibt beispielsweise hochwertige Modelle, wo eine spezielle Softshell-Polsterung außen vor Wind und Regen schützt, während das innere Material für eine gute Wärmeregulierung sorgt. Wenn du zusätzlichen Schutz benötigst, oder die Temperaturen eisig sind, kannst du auch noch eine wasserdichte Shorts über deine Tights ziehen.

Laufschuhe

  • Achte darauf, dass deine Laufschuhe mit rutschfester Sohle ausgestattet sind, da es bei Bodennässe sonst schnell gefährlich werden kann.
  • Zusätzlich nützlich ist eine höhere Sohle, die verhindert, dass von oben Wasser eindringt – beispielsweise wenn du durch eine Pfütze hindurch läufst.
  • Bei Kälte gibt es Modelle mit wärmendem Fleece oder Gore-Tex-Membran.
  • Wenn du viel bei Regen unterwegs bist, kannst du dir auch die Anschaffung wasserdichter Laufschuhe überlegen.
  • Eine alternative Überlegung ist es, bei solchen Wetterbedingungen auf Trailrunning Schuhe zurückzugreifen – diese besitzen eine griffigere Sohle, mit ihnen hast du auch auf nassen, rutschigen Wegen besseren Halt, der Schaft ist höher und die Obermaterialien stabiler – hier empfiehlt sich eine wasser- und winddichte Gore-Tex-Oberfläche.

Laufsocken

  • Essenziell sind atmungsaktive & schnelltrocknende Laufsocken aus Funktionsfasern.
  • Wenn du schnell kalte Füße bekommst empfehlen sich auch Winter Laufsocken, ansonsten reichen „normale“ Laufsocken aufgrund ihrer optimalen Temperaturregulierung schon aus.
  • Eine zusätzliche Überlegung bei kalten Temperaturen sind Kompressionsstrümpfe, die die Wadenmuskulatur angenehm wärmen.
Laufen Regen Laufsocken Schuhe Tights

Kopfbedeckung

  • Als Kopfbedeckung ist eine Laufkappe in jedem Fall sinnvoll, denn sie hält den Regen davon ab, in dein Gesicht zu peitschen.
  • Bei Kälte kannst du zusätzlich eine Laufmütze oder ein Stirnband unter deiner Schirmmütze tragen.


Zum Schluss: die letzten wichtigen Tipps

  1. Du solltest wirklich direkt nach dem Training warm duschen, um deinen Körper vor Auskühlung zu schützen und so Krankheiten vorzubeugen.
  2. Plane deinen Lauf gut im Voraus: Am besten er endet an deiner Haustür, damit du gleich im Anschluss in die warme Dusche kannst und so nicht auskühlst.
  3. Das Dehnen vor dem Lauf führst du lieber noch zu Hause im Trockenen durch - aus dem gleichen Grund: Damit du dich nicht verkühlst.
  4. Das Dehnen nach dem Lauf verlagerst du daher ausnahmsweise auch lieber auf nach dem Duschen und führst unbedingt mit trockenen Klamotten durch.
  5. Auf Intervalltraining verzichtest du lieber und setzt anstatt dessen lieber auf einen langsamen Ausdauerlauf, denn dann sinkt die Gefahr, auszurutschen und dich zu verletzen.
  6. Laufe am besten bekannte Routen, wo du die Wege genau kennst und weißt, an welchen Stellen du lieber vorsichtig sein solltest
  7. Checke die Wetter-App: Bei wirklich extremen Bedingungen wie Gewitter, Sturm oder Hagel solltest du lieber zu Hause bleiben…
  8. Deine nassen Laufschuhe solltest du an einem belüfteten Ort erst einmal ausgiebig trocknen, in der Zwischenzeit bzw. beim nächsten Lauf dann lieber auf einen trockenen Zweitschuh zurückgreifen.
Laufen bei Regen und Wind

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